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Skispringen Kornspitz



Über die geplanten Regeländerungen der FIS (04.06.2009)

Hallo Skisprungbegeisterte,

Fußball ist erfolgreich, weil dort die Regeln (fast) jeder versteht. Warum also etwas ändern? Der Ausgang des Spiels ist sicher auch dort von vielen Faktoren abhängig, jedoch weiß beim Endstand von 2:0 jeder, wer gewonnen hat. Da gibt es nicht viel zu rechnen und zu erklären.

Dass Skispringen eine Freiluftsportart ist, bei welcher nicht immer, aber meistens der Beste gewinnt, und dass es auch nicht immer absolut fair zugeht, hat mittlerweile nicht nur jeder Fernsehreporter, sondern auch der ein oder andere Experte erklärt. Auch die Zuschauer sind auf Grund der immer besseren transparenten Darstellung von Windstärken und -richtungen aufgeklärter denn je und wissen, dass es manchmal mit ein bisschen Glück zusammenhängt, wer auf dem Podest steht.

Auch ich bin seit längerem der Meinung, dass das Glück über Sieg und Niederlage oder zumindest über die eine oder andere Platzierung immer öfters eine Rolle spielt und dass dem Abhilfe geschaffen werden muss.

Das liegt in der Natur der Sache. Die Ausbildung der Skispringer wird immer besser. Das Leistungsniveau rückt näher zusammen. Die Materialentwicklung bleibt, auch wenn keine Materialregeln geändert werden, nicht auf der Strecke. Die Aerodynamik scheint zumindest im Spitzenbereich fast ausgereizt zu sein. Was tun? Muss Entwicklung immer nach vorn gerichtet sein?

Im Materialbereich sehe ich jedenfalls eher, dass das Gegenteil, die zukünftige Richtung sein könnte. Anzüge luftdurchlässiger, Ski kürzer und minimal schmaler. Denn dort wo der Wind nicht angreifen kann, ist er womöglich auch nicht leistungsentscheidend - was sicher noch im Windkanal ausprobiert und bewiesen werden müsste. Auch was die Skivorderteil-Regel betrifft gibt es sicher Reserven. Ebenso sollte man den BMI von 20 als Mindestgewicht einführen, welcher nicht unterschritten werden darf. Alles Dinge, die nachvollziehbar und für den Zuschauer nur bedingt erklärbar sein sollen und müssem. Dies wären Regeln, welche höchstmöglich leistungsverändernd und für das Ergebnis zu einem faireren Ausgang führen könnten. Man müsste sie jedoch nicht weiter erklären.

Man kann Walter Hofer nicht nachsagen, dass er sich keine Gedanken macht. Jedoch: Woher kommt die Richtung dieser Überlegungen und wem nützen sie etwas? Vielleicht wird das Skispringen dadurch fairer, was ebenfalls noch zu beweisen wäre.

Dem Zuschauer diesen Wust an Regeln zu erklären würde ich mir im Moment jedenfalls nicht zutrauen. Was im Fernsehen noch praktikabel erscheint, wird wohl im Stadion an der Schanze zur Quasselpartie des Stadionsprechers.

Fazit: Ja, ausprobieren der Regeln ist wohl das richtige. Da sind sich selbst Fachleute größtenteils einig. Der Faktor Zeit sitzt jedoch auch hier zumindest der FIS im Nacken. Trotzdem finde ich, sind die neuen Regeln zu kompliziert und damit ist Skispringen nicht mehr nachvollziehbar und für die Masse nicht mehr attraktiv.

Viele Grüße,
Euer Jens
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ÖSV-Trainingsauftakt, 16.05.2012
ÖSV-Trainingsauftakt, 16.05.2012

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