Sommer-Grand-Prix: Am heutigen Sonntag fand mit dem ersten Springen des diesjährigen Sommer-Grand-Prix auch das erste internationale Kräftemessen statt. Auf der Adam-Malysz-Schanze im polnischen Wisla, erste Station der neuen Polen-Tour, brauchten die Zuschauer viel Geduld, denn der Wind verzögerte das Springen immer wieder. Den Sieg holte sich Thomas Morgenstern (236,7 P.) mit Weiten von 119,5 und 129 Metern, auf Rang zwei folgte ihm der überraschend starke Russe Pavel Karelin (235,3 P.) mit 128,5 und 129,5 Metern. Den dritten Platz ersprang sich Gregor Schlierenzauer (121,5 und 129 m; 231,4 P.) aus Österreich.
Wind verzögert Wettkampf
Wie bei jedem Skispringen in Polen herrschte auch heute ausgezeichnete Stimmung an der Schanze. Diese wurde auch nicht getrübt von den vielen Unterbrechungen aufgrund des starken Aufwindes, der trotz des schönen Wetters das ganze Wochenende über schon die Anlage umwehte. So war es auch nicht einfach für die Sprínger, gute Leistungen abzuliefern. Als erstes gelang das Pavel Karelin und Robert Kranjec, die sich deutlich absetzen konnten. Einholen konnte sie im ersten Durchgang niemand mehr. Severin Freund belegte zur Pause Rang drei, Richard Freitag Rang sechs und war damit noch vor Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und dem Lokalmatador Kamil Stoch einsortiert.
Morgenstern und Schlierenzauer verhindern österreichische Götterdämmerung
Der zweite Durchgang wurde eröffnet von Martin Koch, einem der ÖSV-Springer, die sich heute überraschend mit Schwächen präsentierten. Er konnte sich mit seinem Sprung zwar zunächst an der Spitze halten, fiel dann aber zurück. Auch Wolfgang Loitzl sprang ins hintere Mittelfeld. Im ersten Durchgang noch auf Rang acht bzw. sieben gelegen, konnten Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer beim zweiten Sprung nochmal richtig aufdrehen uns souverän die Führung übernehmen. Auch Richard Freitag konnte nachziehen und sich dahinter auf Rang drei platzieren, ehe er von Taku Takeuchi verdrängt wurde. Tom Hilde, der heute die norwegische Ehre verteidigen musste, konnte ebenfalls mithalten. Das Zielspringen um Platz drei gewann schließlich Severin Freund für sich. Nachdem jedoch Pavel Karelin es geschafft hatte, sich zwischen Morgenstern und Schlierenzauer auf Rang zwei zu schieben, fiel der Deutsche auf Rang vier und verpasste knapp den ersten Podestplatz des Sommers.
DSV startet mit gemischten Gefühlen
Nachdem die gestrige Qualifikation für die deutschen Springen schon recht vielversprechend verlaufen war, konnte man die gute Form heute bestätigen. Erneut sehr gute Sprünge zeigte Richard Freitag, der sich einen verdienten acht Platz erarbeitete. Auch Severin Freund (4.) hat offenbar seine Form vom Winter in den Sommer gerettet und präsentierte sich erneut mit Spitzenleistungen. Martin Schmitt, der nach seinem guten ersten Sprung gegenüber dem polnischen Fernsehen noch von einer guten Basis sprach, setzte seinen zweiten Sprung in den Sand und belegte am Ende nur Platz 28. Stephan Hocke, der im Winter noch mit vielen Problemen zu kämpfen hatte, wurde heute 20., was einen Aufwärtstrend erkennen lässt. Für Maximilian Mechler verlief der Tag unglücklich, er erwischte bei seinem Sprung ordentlich Wind, verdrehte am Schanzentisch und konnte nicht mehr viel retten. Mit Rang 40 konnte er den zweiten Durchgang nicht erreichen. Pascal Bodmer kann dieses Wochenende als misslungen abhaken, er konnte nicht überzeugen, kam mit der Anlage nicht klar und erreichte nach seiner knappen Qualifikation gestern heute mit Rang 44 nicht das Finale.
Japan wieder stark - Finnland erlebt Desaster
Fast schon traditionell haben sie die Springer aus Japan beim Auftakt des Sommer-Grand-Prix stark präsentiert. Im Probedurchgang konnten sich drei Japaner auf den Rängen zwei, drei und vier platzieren. Ebendieser zweiplatzierte Junshiro Kobayashi wurde jedoch im Wettkampf nach einem erneut guten Sprung wegen eines zu großen Anzuges disqualifiziert. Am Ende konnten die Japaner zwei Springen in den Top Ten platzieren. Kobayashi war auch nicht der einzige, den Sepp Gratzer erwischte. Auch der Pole Aleksander Zniszczol hatte einen zu großen Anzug an und wurde aus dem Verkehr gezogen.
Aus dem finnischen Team konnte keiner das Finale erreichen. Zwar waren die Finnen nur mit einer B-Mannschaft angereist, jedoch kann man mit Platz 31 für Kalle Keituri als beste Platzierung sicher nicht zufrieden sein.
Weiter geht der Sommer-Grand-Prix im polnischen Szczyrk, wo am Dienstag die Qualifikation gesprungen wird, am Mittwoch folgt der Wettbewerb. (ssa)
| Marcel | 17.07.2011 | 19:53:24 |
Gratulation an alle die am Podest stehen... Echt ein guter Wettkampf von Karelin...
Schlierenzauer hat sich tapfer nach seiner Verletzung zurückgekämpft... 
Weiter so Schlieri!!! (x
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| asche für phoenix | 17.07.2011 | 19:35:12 |
wenn analysen nicht zu den stärken gehören, sollte man einfach darauf verzichten
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| Phoenix-85 | 17.07.2011 | 19:19:53 |
Es bleibt wie gehabt. Österreich Top, die anderen Flop! Bis auf die Überraschung Karelin, ist das Podest wieder in der Hand von Morgenstern und Schlierenzauer gewesen. Mal sehen, ob sich das so weiter fortsetzt...
Was soll man zu den deutschen sagen? Nicht Fisch, nicht Fleisch! Zwei Springer in den Top Ten, die anderen zwei nur unter den letzten 10. Schmitt, natürlich, mal wieder DIE Enttäuschung des Tages. Wer in einen Wettkampf 17(!) Plätze nach hinten knallt, kann nicht gerade sagen, das er eine gute Basis hat. Ja, ich weiß, das hat er nach den ersten Durchgang gesagt. Und trotzdem, sollte er vorher gut überlegen was er sagt.
Freund wieder Stark! Platz 4, am Podest geschrammt, ist völlig ok! Auch Freitag mit Platz 8 kann zu frieden sein.
Mit zwei in den Top Ten und in der Nationenwertung auf Platz drei, lässt es sich alles in allem trotzdem beruhigt nach Szczyrk reisen. Es hätte auch viel schlimmer kommen können...
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