Sommer-Grand-Prix: Thomas Morgenstern ist nicht zu stoppen. Auch beim abschließenden Einzelwettkampf in Zakopane konnte niemand dem Kärntner das Wasser reichen. Mit zwei tollen Versuchen auf 125,5 und 128 Metern und insgesamt 262,1 Punkten siegte Morgenstern vor Landsmann Gregor Schlierenzauer (126 und 128,5 m; 261,4 P.). Den dritten Rang belegte der Pole Kamil Stoch (127 und 123,5 m; 251,3 P.).
Starke polnische Mannschaftsleistung im ersten Durchgang
Im von unterschiedlichsten Windbedingungen geprägten ersten Durchgang konnte Jakub Janda mit 126 Metern eine erste Marke setzen und lag nach 25 Springern damit in Führung. Erst Lokalmatador Krzysztof Mietus konnte Janda mit einem hervorragenden Sprung auf 133,5 Meter deutlich verdrängen. Martin Koch hingegen enttäuschte mit einem Versuch auf nur 113 Meter und schied damit aus.
In der Gruppe der besseren Springer überzeugte Mietus' Landsmann Maciej Kot mit einem ebenfalls sehr guten Versuch und rangierte sich mit 132,5 m vor dem begeisterten Publikum vor Ort knapp hinter Mietus ein. Auch der junge Bulgare Vladimir Zografski konnte im Anschluss dieselbe Weite landen. Kamil Stoch machte wenig später nach Anlaufverkürzung mit 127 Metern die Interims-Triple-Führung für Polen wahr.
Selbst Morgenstern und Schlierenzauer konnten zur Freude des polnischen Publikum Mietus letztendlich nicht von der Spitze verdrängen und lagen zur Halbzeit auf den Plätzen zwei und vier, Stoch und Kot auf drei und fünf.
Starker Rückenwind im zweiten Durchgang
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schaffte es kaum ein Springer, über die 111-Meter-Marke hinaus zu kommen. Die Jury verlängerte daraufhin den Anlauf um zwei Luken. Pavel Karelin trumpfte direkt im Anschluss mit einem starken Satz auf 127 Meter auf und machte somit noch viel Boden gut. Danach wurden die Weiten jedoch nur langsam größer.
Maximilian Mechler gelang nur ein schwächerer Sprung auf 110 Meter, im Auslauf unterlief ihm zudem noch ein Malheur: Beim Versuch zu bremsen, verkanteten und lösten sich beide Ski, er stürzte, blieb jedoch anscheinend unverletzt.
Seine Teamkollegen Severin Freund und Richard Freitag sorgten mit guten Versuchen zwischenzeitlich sogar für eine deutsche Doppelführung. Morgenstern und Schlierenzauer eroberten sich jedoch die Doppelführung mit guten Versuchen zurück, die zuletzt auch Kamil Stoch nicht mehr angreifen konnte.
Zweigeteiltes deutsches Teamergebnis: Hocke und Bodmer schwach, Freitag und Freund stark
Das deutsche Team zeigte heute eine eher durchwachsene Leistung. Es konnten sich vier Athleten für den zweiten Durchgang qualifizieren, Stephan Hocke (39.) und Pascal Bodmer (40.) schieden aus. Die deutsche Fahne hoch hielten hingegen Richard Freitag und Severin Freund, die nach Durchgang eins auf den Plätzen sieben und acht lagen.
Bester Springer wurde letztendlich Richard Freitag mit zwei Versuchen auf 129,5 und 124 Meter und insgesamt 245,3 Punkten, die im Endklassement Rang sechs bedeuteten. Hinter ihm reihten sich Severin Freund auf Platz acht, Maximilian Mechler auf Rang 19 und Martin Schmitt auf Platz 22 ein.
Weiteres Programm
Weiter geht es nun am 5. August mit der Qualifikation für das traditionreiche Sommerskispringen in Hinterzarten im Schwarzwald. (stf)
| Mario Reiß | 17.08.2011 | 18:23:23 |
Gregor testet derzeit in Innsbruck ein neues, für ihn entwickeltes Bindungssystem. Die Trainer sagen, dass er Morgenstern wieder überholen wird. Er hatte beim SGP noch deutliche Reserven, Morgenstern hat dagegen alles ausgereizt. Die Jungs, die das sagen, müssen es wissen!
|
| barbara | 25.07.2011 | 15:02:57 |
verdammt knapp! die beiden sind zur zeit unschlagbar. hätte es schlierenzauer wieder einmal gegönnt, vorallem so knapp.
im übirgen auch für mich immer noch das ausnahmetalent-bin auch schon gespannt wie es im winter aussehen wird.
abgesehen davon ist morgenstern einigen grossveranstaltungen öfter am start gewesen als schlierenzauer, da er noch jünger ist.
|
| marc | 25.07.2011 | 14:53:49 |
@anders: aha-denk lieber dran, dass schlierenzauer als einer der einzigen mit der alten bindung springt und trotzdem mithalten kann.
schlierenzauer ist sicherlich das grössere "naturtalent", spitzenklasse sind aber sowohl er als auch morgenstern.
das wird verdammt spannend im winter.
|
| Hubertuba | 24.07.2011 | 12:39:01 |
"Aber das "große Talent" war einfach bedingt durch seine Beinstellung, dessen Vorteil nun weg ist durch die neue Bindung."
Aha, die 3 x Gold zur letzten WM (darunter auch die Goldene die am meisten zählt, Gold im Einzel auf der Großschanze) gegenüber allen anderen mit ALTER Bindung ist wohl schon vergessen *grins*
|
| Anders | 23.07.2011 | 20:49:17 |
Wäre Schlierenzauer so ein großes Talent, wie alle ihm zugestehen, dann würde er Morgenstern als eine Herausforderung ansehen und ihn irgendwann auch wieder überholen.
Aber das "große Talent" war einfach bedingt durch seine Beinstellung, dessen Vorteil nun weg ist durch die neue Bindung.
Schlierenzauer sollte vielleicht mal überlegen weniger Modezeugs semierfolgreich zu machen und stattdessen vollends auf das Skispringen zu konzentrieren wie ein Morgenstern.
Sonst darf sich Schlierenzauer immer mit einem 2.Platz vergnügen .
Bisschen mager für das verschriene Jahhunderttalent im Schatten anderer zu sein.
Bisher ist Morgenstern erfolgreicher, auch wenn Schlierenzauer mehr Einzelssiege hat. Morgenstern gewinnt die entscheidenden Wettbewerbe.
|
| ccc | 23.07.2011 | 19:13:55 |
liebe skijumping.de-Mannschaft
"Thomas Morgenstern ist nicht zu stoppen. Auch beim abschließenden Einzelwettkampf in Zakopane konnte niemand dem Kärntner das Wasser reichen."
ein bissen übertreiben kann man auch. es sind nur 0,7 punkte zwischen 1. und 2. platz!
|
| val | 23.07.2011 | 19:01:28 |
@anders
ähm ja genau...
morgenstern hat jetzt durchtrainiert (verrückt???) und er vor allem hat einen großen vorteil durch die (neue) bindung.
man wird erst im winter sehen, wer von den beiden "besser" ist. das beide ein riesentalent haben, ist ja wohl unübersehbar.
|
| Skisprungfan | 23.07.2011 | 18:49:24 |
Boah das ging ja sauknapp aus!
0,7 Pkt. - genau so "viel" fehlten Schlierenzauer auch 2009 am BergIsel auf den Sieg und somit Wolfgang Loitzl. Das waren noch Zeiten!
Ex-aequo hätte mich heute echt gefreut
|
| Anders | 23.07.2011 | 18:44:56 |
Morgernstern ist das größere Talent verglichen mit Schlierenzauer.
Morgenstern in Form ist nicht zu schlagen von Schlierenzauer, höchstens mit Windglück und auf Flugschanzen.
|