Sommer-Grand-Prix: Erstmals in der Geschichte des Sommer-Grad-Prix ging am Samstag die Polen-Tour zu Ende. Bestehend aus drei Einzelspringen und einem Teamwettbewerb konnte sich das erste Mal in diesem Sommer die Elite wieder messen. Wie schon im Winter hatte Thomas Morgenstern die Nase ganz weit vorne. Alle drei Einzelspringen konnte der Kärtner für sich entscheiden. Damit übernimmt er mit 300 Punkten klar die Führung in der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix vor seinem Teamkollegen Gregor Schlierzenzauer (220 Punkte). Kamil Stoch aus Polen folgt mit 149 Punkten auf Platz drei.
Thomas Morgenstern setzt Wintermärchen fort
Schon beim ersten Springen in Wisla konnte Thomas Morgenstern ganz oben auf dem Treppchen jubeln und verwies Pavel Karelin und Gregor Schlierenzauer auf die Plätze zwei und drei. In Szczyrk zeigte sich ein kaum verändertes Bild. Wieder war Thomas Morgenstern der strahlende Sieger, doch diesmal reihte sich Gregor Schlierenzauer auf Platz zwei ein. Kamil Stoch begeisterte das polnische Publikum mit Rang drei. Für die Fotografen gab es zum Einzelwettberwerb in Zakopane nichts Neues zu sehen. Die Podestverteilung glich der aus Szczyrk eins zu eins.
Thomas Morgenstern fängt dort an, wo er im März aufgehört hat und verwandelt so sein Wintermärchen in ein Sommermärchen. Obwohl er sich kaum eine Pause gönnte und keinen Urlaub nahm, ist er schon jetzt wieder auf den Punkt fit. Auch die nächsten Wettbewerbe in Hinterzarten wird der Österreicher mitspringen.
Nachdem Gregor Schlierenzauer noch im Winter mit Verletzungen zu kämpfen hatte und erst zur Vierschanzentournee wieder einsteigen konnte, bewies er nun seinen Kampfgeist und seine Stärke mit drei Postestplätzen in drei Wettkämpfen. Allerdings werden die nächsten Wettkämpfe ohne ihn stattfinden. Erst zum Springen vor heimischem Publikum in Hinzenbach am 1. Oktober wird er wieder an den Start gehen. Bis dahin beginnt für ihn die Vorbereitung auf den Winter.
Ebenfalls mit zur Polen-Tour angereist waren Martin Koch (16., 21., 34), Michael Hayboeck (11., 37., 17.) und Wolfgang Loitzl (19., 15., 9.).
DSV-Skispringer präsentieren sich ordentlich
Mit Severin Freund und Richard Freitag haben auch die Deutschen wieder zwei starke Springer in ihren Reihen. In allen drei Springen konnten sie sich in den Top Ten platzieren. In Wisla verpasste Severin Freund mit 0,2 Punkten nur knapp das Podest und konnte mit Rang vier sehr zufrieden sein. Auch in den folgenden Wettkämpfen zeigte er mit zwei achten Plätzen eine stabile Leistung. Richard Freitag war Stammgast in den Top Ten, erzielte die Plätze acht, neun und sechs.
Nachdem sich noch alle Deutschen für die Wettbewerbe qualifizieren konnten, verpasste Pascal Bodmer bei allen Wettbewerben den zweiten Durchgang, konnte also keine Punkte in der Gesamtwertung sammeln. Stephan Hocke zeigte durchwachsene Leistungen: Nachdem er in Wisla (20.) und Szcryrk (14.) noch gute Leistungen zeigen konnte, verpasste er in Zakopane mit Platz 39 den Finaldurchgang. Maximilian Mechler konnte sich von mal zu mal steigern. So verpasste er in Wisla noch mit dem 40. Rang den zweiten Durchgang, ersprang sich in Szczyrk jedoch Platz 27 und schließlich im Zakopane Platz 19. Nicht sehr überzeugend präsentierte sich Martin Schmitt mit den Rängen 28, 17 und 22.
Norweger springen ihrer Form hinterher
Außer Tom Hilde (5., 7., 12.) kann sich kaum ein Norweger zufrieden geben. Johan Remen Evensen (13., 20., 21.), Anders Bardal (17., 36., 29.) und Andreas Stjernen (13., 28.) konnten sich eher im hinteren Feld des Klassement platzieren oder verpassten gar den zweiten Durchgang. Rune Velta konnte sich in Szczyrk (47.) und Zakopane (49.) nur im ersten Durchgang präsentieren
Die Polen geben sich nach Adam Malysz' Abschied nicht kampflos geschlagen: So landete Kamil Stoch in Wisla auf Rang neun und den folgenden Wettbewerben zweimal auf dem dritten Platz. Ebenfalls stark zeigte sich Maciej Kot (12., 12., 4.).
Bei den Russen überzeugte Pavel Karelin mit den Rängen zwei, elf und zehn. Trotz schlechter mannschaftlicher Leistungen in den Einzelwettbewerben konnten sie im Teamwettbewerb auf Rang drei landen.
Fortsetzung in Hinterzarten
Es bleibt abzuwarten, ob die Österreicher auch bei den nächsten Wettbewerben ihre Dominanz ausspielen können. Weiter geht es am 5. August in Hinterzarten. (mbt)