Sommer-Grand-Prix: Gregor Schlierenzauer gehört zu den erfolgreichsten Skispringern des Weltcups und dominierte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Thomas Morgenstern die diesjährige Polen-Tour des Sommer-Grand-Prix. Nach dem letzten Wettkampf in Zakopane sprach der 21-Jährige in einem Interview für die polnische Internetseite Skijumping.pl über seine sportlichen Ziele, neue Projekte außerhalb des Skispringens und die Schattenseiten des Erfolgs.
Keine Motivationsprobleme
Schlierenzauer versicherte, ihm fehle es nicht an sportlicher Motivation, weiter zu springen. Auch wenn er in seiner noch jungen Sportlerkarriere bereits viele Erfolge feiern konnte, genieße er es immer noch, seinen Sport auszuüben. "Nicht nur der Erfolg ist schön, sondern das Leben als Sportler an sich bringt mir viel Freude", betonte Schlierenzauer. Schließlich gebe es noch viele wichtige Sachen, die er noch nicht erreicht habe. Als Ziele für die Zukunft nannte der Österreicher dabei den Gewinn der Vierschanzentournee sowie den Anspruch an sich selbst, jedes Jahr zu versuchen, der Beste zu sein.
Trotz der vielen positiven Seiten seiner Sportlerkarriere gebe es jedoch auch Schattenseiten, vor allem da durch das Interesse an seiner Person sein Privatleben in der Öffentlichkeit stehe. Auch ziehe der Erfolg viele Leute an, die nur wegen seiner guten Ergebnisse im Skispringen mit ihm befreundet sein wollten. Gerade die letzte Saison, in der es nicht immer nach seinen Vorstellungen lief, habe gezeigt auf wen er wirklich zählen könne. Von Bedeutung sei dabei auch die Unterstützung vom gesamten Team, das ihm helfe und ihn schütze. "Popularität ist ein Teil des Sportlerlebens, sie hat ihre negativen Seiten, die positiven überwiegen aber auf alle Fälle."
Projekte außerhalb der Schanze
Wichtig als Ausgleich vom Skispringen seien jedoch ebenfalls Aktivitäten außerhalb der Schanze. So berichtete der Weltmeister des vergangenen Winters auch begeistert von seinem Urlaub, den er nach der anstrengenden Wintersaison auf Mauritius verbrachte. Ebenso plane er mehrer Projekte für die Zukunft. Anregungen für sein eigens Modelabel konnte sich Schlierenzauer bereits auf der Berliner Fashionweek holen, die er Anfang Juli auf Einladung einer Designern besuchte: "Es war etwas Unglaubliches, das alles von einer anderen Seite zu sehen. Mit Sicherheit werde ich einige Ideen für meine Projekte verwenden. Unser Ziel ist es in den nächsten Jahren eine Marke zu schaffen, die wiedererkennbar ist. Es wird viel passieren". (abr)