Continentalcup: Gleich beim ersten Start im diesjährigen Continentalcup konnte am heutigen Freitag überraschend Jacqueline Seifriedsberger einen Sieg feiern. Die Österreicherin hat bei schwierigen Windverhältnissen zwei Sprünge auf 93 und 99,5 Meter geschafft und 231,5 Punkte erreicht. Hinter ihr folgt auf Rang zwei die Französin Lea Lemare (97,5 und 95 m; 231,5 P.), Rang drei belegt mit Daniela Iraschko (101 und 91,5 m; 229,5 P.) ebenfalls eine Österreicherin.
Österreicherinnen mischen Konkurrenz auf
Zum ersten Mal in diesem Continentalcup hat das österreichische Team seine Spitzenspringerinnen an den Start gebracht. Jacqueline Seifriedsberger konnte auch direkt einen ordentlichen Eröffnungssprung zeigen und wurde später von Teamkollegin Daniela Iraschko übertrumpft, die mit 101 Meter den weitestens Sprung des Wettkampfes zeigte. Sie ging mit klarer Führung in den zweiten Durchgang, während sich dahinter die Konkurrenz drängelte, gleich drei Springerinnen teilten sich Rang vier.
Top-Favoritinnen müssen kämpfen
Die Wetterbedingungen trugen am heutigen Tag ihren Teil dazu bei, dass es in der Reihenfolge doch einige kleine Überraschungen gab. So musste Daniela Iraschko beispielsweise im zweiten Durchgang ein paar Federn lassen und verhalf ihrer Teamkollegin so zum Sieg, wenn auch nur mit zwei Punkten Unterschied zwischen Rang eins und drei. Coline Mattel erreichte einen sechsten Rang und war somit nur drittbeste Französin.
Die Sloweninnen haben auch heute wieder eine gute Mannschaftsleistung abgeliefert, ihre Vorzeigespringerin Maja Vtic hatte jedoch beim ersten Sprung ebenfalls Pech mit dem Wind und musste sich letztlich mit Rang 18 begnügen. Ähnlich erging es auch Sara Takanashi, die Japanerin sprang direkt vor Vtic und auch sie fand sich plötzliche im hinteren Mittelfeld wieder. Sie konnte im Finale noch eine starke Aufholjagd starten und sich bis auf Platz acht vorschieben. Die Springerinnen aus Kanada, den USA und Norwegen sind auch in Oberwiesenthal nicht am Start.
Mäßiges Ergebnis der deutschen Athletinnen
Das achtköpfige Aufgebot des DSV konnte sich heute nicht so stark präsentieren und hatte mit der Entscheidung an der Spitze nichts zutun. Beste Deutsche wurde Juliane Seyfarth auf Rang 20, direkt gefolgt von Jenna Mohr auf Rang 21. Melanie Faisst wurde 23. Ulrike Grässler, die nach dem ersten Durchgang mit Rang neun eine gute Ausgangsposition hatte, verlor im Finale deutlich an Boden und wurde schließlich 24. Svenja Würth und Carina Vogt belegten die Ränge 28 und 30, Anna Häfele als 32. und Ramona Straub auf Rang 33 verpassten das Finale knapp.
Morgen wird in Oberwiesenthal ein weiteres Springen ausgetragen. Der Probedurchgang beginnt um 12 Uhr, ab 13 Uhr folgt der Wettbewerb. (ssa)
Foto: skijumping.pl