Sommer-Grand-Prix: Überraschung in Almaty: Nicht Top-Favorit Tom Hilde, sondern der Slowene Jurij Tepes (260,7 P.) gewinnt das erste Skispringen im Rahmen des Sommer-Grand-Prix im kasachischen Almaty. Mit Weiten von 125 und 133 Metern verwies er seinen Teamkollegen Jure Sinkovec (125 und 131 m; 250,8 P.) auf Rang zwei. Platz drei sicherte sich der Norweger Anders Fannemel (250,5 P.) mit Weiten von 125,5 und 134 Metern vor dem Bulgaren Vladimir Zografski.
Vor allem gegen Ende des ersten Durchgangs wurde der Rückenwind stärker, so dass es einige Athleten schwer hatten, auf eine ordentliche Weite zu kommen. So erwischte es beispielsweise Tom Hilde, der nach dem ersten Durchgang noch auf Position elf lag, sich im Finaldurchgang dann noch um einen Platz verbessern konnte. Die Jury reagierte entsprechend auf die Bedingungen und verlängerte zu Beginn des Finaldurchgangs gleich zwei Mal die Anlauflänge, konnte einige Verzögerungen und weitere Veränderungen der Anlauflänge allerdings nicht verhindern.
Alle DSV-Skispringer im Finaldurchgang
Zwar konnten sich aus deutscher Sicht alle Skispringer für den zweiten Wertungsdurchgang qualifizieren, wirklich überzeugend konnte sich allerdings keiner der fünf Athleten präsentieren. Bester unter ihnen ist Andreas Wank, der mit Weiten von 118 und 120 Metern auf Rang 13 kam. Neben ihm konnten auch David Winkler (18.), Markus Eisenbichler (19.), Michael Neumayer (21.) und Daniel Wenig (27.) den zweiten Durchgang erreichen und so Punkte in der Gesamtwertung sammeln.
Neumayer passierte im Auslauf nach seinem zweiten Sprung ein kleines Missgeschick vor den etwa 4.000 Zuschauern: Beim Abbremsen löste sich seine Bindung und er kam im Auslauf bei hohem Tempo zu Sturz. Glücklicherweise zog sich der Bayer dabei keine ernsten Verletzungen zu. Ähnlich erging es auch dem Polen Jan Ziobro.
Evensen verpasst zweiten Durchgang
Aufgrund des kleinen Starterfeldes mussten nur neun Athleten auf den zweiten Wertungsdurchgang verzichten. Der prominenteste Ausfall ist mit Sicherheit der Norweger Johan Remen Evensen, der sich einen Ausrutscher im ersten Durchgang leistete.
Für die Athleten steht nun eine etwas längere Pause an. Weiter geht es im Rahmen des Sommer-Grand-Prix Anfang Oktober im österreichischen Hinzenbach, bevor am 3. Oktober das Finale in Klingenthal stattfindet. Bis dahin stehen jeweils zwei Continentalcups in Trondheim und Klingenthal auf dem Programm. (mrs)