Continentalcup: Beim ersten Continentalcupspringen im norwegischen Trondheim sicherte sich
der Pole Aleksander Zniszczol (136 und 128,5 m; 257,3 P.) vor dem Norweger Anders Fannemel (133 und 127,5 m; 256,6 P.) den Sieg. Auf Platz drei kam sein Landsmann Tom Hilde (131,5 und 128 m; 255,8 P.). Trondheim ist die vorletzte von insgesamt sechs Stationen in diesem Sommer.
Nach über einem Monat Pause durften die Springer des Continentalcups heute endlich wieder von der Schanze. Bei nicht allzu hohen Temperaturen dafür anfangs noch schönsten Sonnenschein und wenig Wind ging der Wettbewerb reibungslos über die Bühne. Der Erstplatzierte Zniszczol lag nach Durchgang eins noch auf dem dritten Rang und musste sich zunächst von Fannemel sowie dem zu diesem Zeitpunkt noch führenden in der Gesamtwertung, dem Slowenen Peter Prevc, geschlagen geben. Im zweiten Versuch nutze der Pole Zniszczol jedoch einen Patzer von Prevc und war mit der Bestweite in Durchgang zwei siegreich.
Norwegen nutzt Heimvorteil
Auch die Norweger Hilde und Anders Bardal nutzen an diesem Tag ihren Heimvorteil und zeigten in beiden Durchgängen Topsprünge. Zunächst katapultierte sich der zuletzt beim Sommer-Grand-Prix im kasachischen Almaty enttäuschende Hilde auf 131,5 Meter. Anschließend setzte Bardal nur einen Meter kürzer auf dem Aufsprunghang auf. Mit dem hervorragenden Abschneiden von Landsmann Fannemel sicherte sich Norwegen damit zweitweise die Dreifachführung. Auch der zweite Versuch glückte Hilde und Bardal, was die Plätze drei und vier bescherte.
Nach zwei Siegen in Folge bei Continentalcup im französischen Courchevel am letzten Juliwochenende und zwischenzeitlichen Einsätzen im Sommer-Grand-Prix konnte der Deutsche Andreas Wank am heutigen Tag nicht ganz überzeugen. Mit Sprüngen auf 126 und 123 Metern landete der Springer vom WSV Oberhof 05 auf Rang acht. Auch wenn sich Wank sicherlich mehr erhofft hat, kann er mit der gezeigten Leistung zufrieden sein.
Nur drei Deutsche im Finale
Aus deutscher Sicht verlief der heutige Tag nicht optimal. Neben Wank kamen nur Tobias Bogner (29.) und Felix Brodauf (27.) ins Finale. Mit einem jeweils enttäuschenden zweiten Sprung landeten die beiden jedoch auch im hinteren Drittel der Besten 30. Fünf der acht gestarteten Springer schieden dagegen aus. Für Daniel Wenig (31.), Stephan Leyhe (35.), Danny Queck (39.), Markus Eisenbichler (54.) und Florian Horst (55.) war schon nach dem ersten Durchgang Schluss.
In der Gesamtwertung konnte Zniszczol Prevc überholen und macht es damit im Kampf um den Continentalcupgewinn nochmals spannend. Der Pole liegt mit 391 Zählern vorn. Wank-Verfolger Jure Sinkovec ging in Trondheim nicht an den Start.
Am morgigen Sonntag geht es um 9 Uhr mit dem Probedurchgang los. Der Wettbewerb startet um 10 Uhr. (aat)