
Wie seit Juni bekannt, bleibt Janne Ahonen dem finnischen Skispringen trotz seines Rücktritts erhalten. Bereits seit einigen Monaten arbeitet er in Kooperation mit dem Materialhersteller "One Way" an der Optimierung des Equipments und steht seinen ehemaligen Teamkollegen auch weiterhin zur Seite, indem er für sie leistungsfähige Sprunganzüge entwickelt. Erstmals berichtet der 34-Jährige diese Woche nun auf seinem Blog "Kuningaskotka" über die neue Herausforderung und gibt Einblick in das komplexe Feld der Anzugherstellung.
Hauptziel: Optimierung der Anzüge
Ahonen betont, dass er die neue Aufgabe nicht aus Leidenschaft für das Nähen angenommen habe, wie fälschlicherweise in den Medien berichtet, sondern weil ihn die Fertigung funktionsstarker Sprunganzüge reize. Deshalb sei das Hauptziel auch die Optimierung der Eigenschaften des Anzugs: "Ich will den Anzug so machen, dass er weit fliegt und funktionstüchtig ist", schreibt Ahonen. Hierfür versuche er, seine ganze Erfahrung einzubringen und in exakter Arbeit Kniffe zu finden, um dem Anzug bessere Flugeigenschaften zu verleihen.
Dynamische Entwicklung im Materialbereich
Im Materialbereich ist laut Ahonen eine sehr dynamische Entwicklung festzustellen. Auch wenn seine eigenen letzen Sprünge noch nicht so weit zurücklägen, hätten sich die Anzüge schon verändert, was Anpassung verlange: "Es entwickelt sich die ganze Zeit. Wenn ein Springer versucht, an die Weltspitze zu kommen, muss auch alles im Materialbereich stimmen." Wichtig sei deshalb zu beachten, dass der Anzug an jeder Stelle regelkonform geschneidert werde, da mittlerweile jeder beliebige Abschnitt beim Weltcup von der Materialkontrolle geprüft werden kann.
Zur Zeit bereitet Ahonen die Winteranzüge der A-Mannschaft vor. Ob die Springer sich aber dafür entscheiden werden, mit diesen neuen Anzügen zu springen, sei ihnen selbst überlassen. Der ehemalige Weltklassespringer ist jedoch mit seinen Fortschritten bei der Anfertigung der Anzüge zufrieden und würde gerne mit diesen Modellen an den Start gehen. (abr)