
Die Skisprung-Welt zeigt sich erschüttert über den Tod Pavel Karelins, der bei einem Autounfall am frühen Sonntagmorgen ums Leben kam (
SKIJUMPING.de berichtete). Springer, Trainer und Betreuer der verschiedenen Nationen zeigen tiefes Mitgefühl.
Tom Hilde, norwegischer Skispringer, zu 'vg.no': "Wir fühlen mit Russland und werden es auch in Zukunft tun. Das ist sehr tragisch. Er war der beste Springer Russlands und einer der besten auf der Welt. Er konnte sehr gut springen und war auch in der Lage, Wettbewerbe zu gewinnen. In den letzten drei Jahren habe ich ihn fast jedes Wochenende getroffen, der gesamte Skisprungzirkus ist wie eine kleine Familie. Es ist zu früh, mit 21 Jahren zu sterben. Der Verlust tut uns für seine Familie sehr Leid."
Clas Brede Brathen, norwegischer Sportdirektor, zu 'vg.no': "Das ist tragisch. Meine Gedanken gelten der Familie und denjenigen, die ihm nahe standen. Darüber hinaus ist es sehr traurig, dass die angehende Skisprungnation Russland ihr größtes Talent verloren hat. Wir sind eine kleine Familie, sind fast immer in denselben Hotels. Man bekommt einen Eindruck von Personen, auch wenn man nicht mit ihnen redet. Es ist schwierig, passende Worte zu finden. Sport ist unbedeutend und nicht wichtig. Es geht um einen jungen Mann, der seine Ziele und Träume nicht mehr verwirklichen kann. Er hatte große Fähigkeiten. Die Chance, dass er der erste russische Olympiasieger im Skispringen seit 1968 werden könnte, war groß."
Thomas Morgenstern, österreichischer Skispringer, auf seiner Facebook-Seite: "Ruhe in Frieden, Pavel Karelin! Mein tiefstes Mitgefühl an die Familie und Freunde! Ein großes Talent ist für immer verschwunden, und das mit nur 21 Jahren."
Werner Schuster, deutscher Bundestrainer: "Diese Nachricht hat mich berührt. Das ist tragisch und traurig."
Alexander Arefiev, russischer Cheftrainer: "Das ganze Team ist in einem Schockzustand. Pavel Karelin hatte ein riesiges Potenzial, um bei den Olympischen Spielen 2014 gute Ergebnisse zu zeigen. Für mich ist der Tod von Pavel Karelin mit besonderen Schmerzen verbunden. Meine Famile hatte eine ähnliche Tragödie: Ein Sohn wurde im Alter von 25 Jahren bei einem Autounfall getötet." (mrs)