Sommer-Grand-Prix: Zur Verwunderung Vieler wurde die Polen-Tour des Sommer-Grand-Prix’ bereits nach einem Jahr Bestehen gekürzt und mit Zakopane der Wettbewerb in der hohen Tatra aus dem vorläufigen Kalender gestrichen. Im kommenden Sommer werden somit nur die Springen in den polnischen Beskiden, also in Wisla und Szczyrk, stattfinden,
wie SKIJUMPING.de bereits am Montag berichtete. Gegenüber der 'Gazeta Krakowska' verkündete nun der Vorsitzende des Skiverbands der Tatra, Andrzej Kozak, die Gründe hierfür seien im finanziellen Bereich zu suchen.
Zu hohe Miete der Schanzenanlage
Schuld seien vor allem die hohen Mietkosten für die Schanzenanlage. Das zentrale Sportzentrum, das diese festlegt, nehme mit bis zu 200.000 Zloty pro Tag (rund 50.000 Euro) horrende Summen. Zudem würden die Preise erheblichen Schwankungen unterliegen und sich manchmal von einem Tag auf den anderen ändern. Deshalb sei mit dem Springen im Juli dieses Jahres auch ein Defizit von 200.000 Zloty gemacht worden. Verhandlungen mit dem zentralen Sportzentrum zur Festlegung eines einheitlichen Preises für mehrere Jahre seien gescheitert, was eine weitere Planung unmöglich mache.
Neue Bewerber für den Sommer
Ob dies die tatsächlichen Gründe sind, bleibt offen. So vertritt Apoloniusz Tajner, Vorsitzender des polnischen Skiverbands, eine andere Sicht und erklärt die Situation mit der Entscheidung der FIS: Während es in den vergangenen Jahren wenig Interessierte für die Austragung der Sommer-Events gegeben habe, seien durch die neuen Schanzenanlagen im Ural und Korea weitere Bewerber hinzugekommen. Nur deshalb sei Zakopane nicht mehr im Kalender für den Sommer zu finden. "Zakopane hat zwei Weltcups im Winter bekommen. Die Beskiden dafür den Sommer-Grand-Prix", wie Tajner beschwichtigend argumentiert. (abr)