
Skiflug-Weltrekordler Johan Remen Evensen äußert sich äußerst positiv über den neuen Cheftrainer in Norwegen, der zum Ende der vergangenen Saison das Zepter übernommen hat. Demnach sei er mehr als zufrieden und finde, dass die Zeit reif für einen neuen Trainer war.
Individuelle Trainingsmethoden
"Der Hauptvorteil von Alexander Stöckl ist, dass er mit einer Testplattform kam, die in Österreich entwickelt wurde, wo man schlicht und einfach einen Test macht", äußert er sich gegenüber 'nettavisen.no'. "Zum Beispiel springt man mit unterschiedlichen Gewichten und man bekommt eine Zahl, die bewertet, wie gut oder schlecht man ist“, so Evensen. Die Ergebnisse dieser Testplattform bilden nun die Basis für individuelle Trainingsmethoden für die Athleten. "Die neue Testplattform gibt auch ein Trainingsprogramm für die nächsten Monate vor, das speziell auf die jeweiligen Schwächen ausgerichtet ist. Wir glauben, dass das ein enormer Vorteil zum vergangenen Jahr ist, in dem alle ein gemeinsames Programm bekommen haben. Jetzt merkt man mehr, dass man richtig trainiert, wo man seine Schwächen hat und man hat regelmäßig Muskelkater nach den Trainingseinheiten, was ja ein wirklich gutes Zeichen ist.“
Die richtige Zeit für einen Wechsel
Evensen glaubt, dass es die richtige Zeit für einen Wechsel war, auch wenn er Mika Kojonkoski sehr schätzt und unter ihm seinen internationalen Durchbruch und den Weltrekord erreichen konnte. "Mika hat den norwegischen Skisprungsport sehr weit geführt und wir wären heute nicht da, wo wir sind ohne ihn. Alle Ehre für ihn, aber ich glaube es war Zeit den Trainer zu wechseln."
Auch Sportchef Clas Brede Brathen zeigt sich sehr zufrieden mit dem neuen Cheftrainer. "Ich sehe große Unterschiede. Alex ist ein toller Typ um mit ihm zusammen zu arbeiten, genau so, wie Mika es war, nur anders. Ich hoffe wir können das, was Mika für den norwegischen Sport bedeutet hat weiterführen und weiter ausbauen." (jrl)
Foto: Tadeusz Mieczynski