
Eine schwere Diagnose für Bjoern Einar Romoeren. Gestern erhielt der 30-jährige, der in letzter Zeit von starken Rückenproblemen geplagt wurde, die niederschmetternde Nachricht: Bandscheibenvorfall. Die zurückliegenden Trainingsmonate seien für ihn fast wertlos: "Es ist unfassbar irritierend, wenn man einen dermaßen großen Rückschlag direkt vor dem Saisonstart bekommt. Ich fühle mich, als hätte ich den ganzen Sommer auf dem Sofa liegen können. Selbst dann hätte ich eine bessere Form als jetzt", äußert er sich gegenüber dem Fernsehsender NRK.
"Es sieht nicht gut für ihn aus"
Aufgrund der Schmerzen und der mentalen Belastung seien die Nächte für Romoeren nicht erholsam, häufig könne er nicht länger als eineinhalb Stunden schlafen. Es gibt viele Arten von Bandscheibenvorfällen, aber für einen Leistungssportler sei ein schmerzender Rücken besonders hart. "Ich muss sehr vorsichtig sein mit dem, was ich tue. Und das ist schwierig, wenn man springt."
Alexander Stöckl fühlt mit seinem Schützling. "Im Moment sieht es nicht gut für ihn aus. Er hatte eine MRT-Untersuchung und dabei hat man die Erkrankung gesehen. Im Laufe der Woche werden wir sehen, wie wir damit umgehen. Er wird spezielles physisches Training erhalten, um den Rücken zu verbessern." Auf das Alter und die langjährige Belastung des Leistungssportes seit nun mehr fast 27 Jahren möchte Stöckl den Vorfall nicht schieben. "Ich hoffe das ist nicht das Problem. Hoffentlich kann er noch einige Jahre ein guter Springer für Norwegen sein." (jrl)