
Richard Freitag, Severin Freund, Andreas Wank, Maximilian Mechler, Felix Schoft und Michael Neumayer absolvierten in den vergangenen Tagen einen Trainingslehrgang in der Vogtland Arena in Klingenthal. Martin Schmitt musste aufgrund von Knieproblemen passen. "Wir würden natürlich gern auf Schnee springen. Aber das ist im Moment selbst in Skandinavien nicht möglich. Die Bedingungen hier in Klingenthal sind aber dank der Eisspur im Anlauf eine sehr gute Simulation“, zeigt sich Bundestrainer Werner Schuster zufrieden. "Die Jungs haben einen guten Eindruck hinterlassen.“
Freitag nicht nur im Skispringen top
Auch Richard Freitag zieht eine positive Bilanz. "Vor zwei Wochen ging es noch nicht ganz so gut. Aber die Tage hier in Klingenthal haben gut getan, ich bin wieder im Rhythmus“, so der Erzgebirger, der den Sommer-Grand-Prix als Gesamt-Siebter und damit bester Deutscher abschloss. "Natürlich fängt man im Skispringen bei jedem Wettkampf bei Null an. Aber diese guten Resultate haben Kraft und Selbstvertrauen gegeben“, so Freitag.
Im Sommer gelangen dem 20-Jährigen jedoch nicht nur gute Platzierungen im Skispringen. Er bestand zudem sein Abitur mit der Note 1,5. Dass er sich nun voll auf den Sport konzentrieren kann und mehr Zeit zum Trainieren hat, sieht Freitag jedoch nicht nur positiv. "Die Schule war immer ein guter Ausgleich zum Sport, man kam auf andere Gedanken. Ich denke, ich muss mir jetzt auch ein Hobby suchen, um nicht nur ans Springen zu denken“, so Freitag. Ab 1. Januar zählt er offiziell zur Sportfördergruppe der Bundeswehr. Sein langfristiges Ziel ist ein Medizinstudium, das er nach den Olympischen Spielen aufnehmen könnte. "Im Moment plane ich bis Sotschi 2014. Wenn ich dann immer noch vorn mitmischen kann, springe ich auch gern noch länger. Wenn nicht, werde ich versuchen mein Geld dann mit etwas Vernünftigem zu verdienen“, sagt Freitag schmunzelnd. (akl)