
Die warmen Temperaturen und der dadurch fehlende Schnee in den skandinavischen Ländern sorgen derzeit für Hochbetrieb in Klingenthal. Da die Vogtland Arena mit einer Eisspur ausgestattet ist, auf der die Athleten bei winterlichen Bedingungen anfahren und letztendlich auf Matten landen können, wollen zahlreiche Nationen dort trainieren. Die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Werner Schuster war bereits in der vergangenen Woche zu Gast. "Die Bedingungen hier in Klingenthal sind dank der Eisspur im Anlauf eine sehr gute Simulation", erklärt Schuster.
Auch die Skispringer aus Slowenien, Finnland, Polen und Estland haben sich für einen Trainingslehrgang in Klingenthal entschieden. Sie werden in der kommenden Woche in Deutschland trainieren und hoffen, anschließend erste Schneesprünge absolvieren zu können. Für die Finnen geht es nach dem Lehrgang zurück in die Heimat, wo man auf winterliche Bedinungen in Kuusamo hofft. Team Slowenien möchte derweil erste Sprünge auf Schnee im österreichischen Ramsau am Dachstein absolvieren.
Schneeproduktion in Lillehammer möglich
Die DSV-Mannschaft möchte am kommenden Donnerstag und Freitag nochmals in Klingenthal trainieren und anschließend die Reise nach Lillehammer antreten. Auch andere Nationen hoffen nun auf einen Wintereinbruch in Norwegen. In Lillehammer absolvieren traditionell mehrere Nationen ihre Schneevorbereitung vor dem Weltcupstart. Derzeit schwanken dort die Temperaturen um die null Grad, zumindest die künstliche Schneeproduktion ist damit sichergestellt.
Ähnliches Bild übrigens in Kuusamo, wo am 26. November der Weltcupauftakt über die Bühne gehen soll: In den nächsten Tagen soll es deutlich abkühlen, deutliche Minusgrade werden am Polarkreis erwartet. (mrs)