
Der Countdown läuft: In nur drei Wochen werden die derzeit besten Skispringerinnen der Welt in Lillehammer erstmals um Weltcuppunkte kämpfen und damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Frauenskispringens aufschlagen. Bestens gerüstet sieht sich dafür das Team Italien, das voraussichtlich unter anderen mit der amtierenden Vize-Weltmeisterin Elena Runggaldier, Lisa Demetz, Evelyn Insam und Roberta D’Agostina in die Saison starten wird. Klar, dass sich jede von ihnen eigene Ziele für die Saison gesteckt hat – aber um die zu erreichen, will das Quartett vor allem eine gemeinsame "Waffe" zücken, wie es nun im Gespräch mit 'teladoiolamerica.net' verraten hat: den Teamgeist.
Mit gegenseitiger Hilfe zu Höchstleistungen
"Skispringen ist eigentlich etwas Individuelles, aber wir sehen es als Mannschaftssport", erklärt beispielsweise Elena Runggaldier die Devise der weiblichen Skisprung-Squadra-Azzurra. "Wir sind ein sehr starkes Team, und gemeinsam werden wir uns helfen, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen." Während die WM-Silbermedaillengewinnerin von Oslo das "gute Klima" und den Zusammenhalt in der Mannschaft lobt, geht Kollegin Lisa Demetz noch einen Schritt weiter: "Wir sind wie Schwestern. Natürlich gehen unsere Meinungen manchmal auseinander, aber wenn wir uns mal eine Woche lang nicht sehen, dann fehlt uns etwas."
Lisa Demetz: Die Kristallkugel im Visier
Während ihre "Schwestern" indes noch keine konkreten Ziele für die kommenden Jahre nennen, weiß Demetz ganz genau, wohin sie der gepriesene Teamgeist auf Kurz oder Lang hintragen soll: Die 22-Jährige will die Kristallkugel für den Sieg im Gesamt-Weltcup. "Das ist mein Traum", schwelgt die Bozenerin. "Und wer weiß, mit harter Arbeit und mit Spaß an der Sache wird er vielleicht irgendwann wahr." Um schon im kommenden Winter vorne mitzuspringen, müssen sich jedoch sowohl Demetz als auch ihre Teamkolleginnen steigern – keine von ihnen schaffte es im Sommer unter die besten Zehn der Continentalcup-Gesamtwertung. "Die Favoriten sind andere", gibt Runggaldier zu. "Aber die Voraussetzungen im Team stimmen, vom Klima bis zum Material – wir sind bereit für Lillehammer!" (jar)
Foto: Tadeusz Mieczynski