Weltcup: Martin Schmitt wird am Donnerstag nicht mit zum Nordic Opening nach Kuusamo reisen. "Martin Schmitt, der bis Ende Juni auf einem sehr guten Weg war, musste in den vergangenen Monaten immer wieder mit Kniebeschwerden pausieren. Im letzten Lehrgang von Klingenthal zeigte Martin zwar eine ansteigende Formkurve, ein Start in Kuusamo käme für ihn allerdings zu früh“, erläutert Bundestrainer Werner Schuster seine Entscheidung. "Martin trainiert stattdessen mit Stefan Horngacher in Mitteleuropa. Wenn es Martin gelingt, seine Sprünge weiter zu stabilisieren, sollte er in Lillehammer in den Weltcup einsteigen können."
Bodmer und Hocke sollen zur Vierschanzentournee wieder fit sein
Schuster nominierte für das Auftaktspringen in Kuusamo mit Severin Freund, Richard Freitag, Maximilian Mechler, Michael Neumayer, Felix Schoft und Andreas Wank insgesamt sechs Springer. Damit nutzt er die maximal erlaubte Quote von sieben Athleten vorerst nicht aus, denn auch Stephan Hocke und Pascal Bodmer sind nicht fit. "Leider kann Stephan Hocke aufgrund einer Lungenentzündung, die er sich vor einigen Wochen zugezogen hatte, nicht in Skandinavien an den Start gehen. Wir hoffen, dass Stephan, der in den vergangenen Tagen wieder ein leichtes Athletiktraining absolvieren konnte, in Engelberg, aber spätestens zur Tournee wieder ins Weltcup-Geschehen eingreifen kann“, so Schuster.
"Auch Pascal Bodmer, der bei den letzten Lehrgängen in Hinzenbach und Klingenthal sehr gute Fortschritte machen konnte, wird die nächsten Wochen zur weiteren Vorbereitung nutzen. Unser Ziel ist es, dass auch Pascal die Mannschaft zur Vierschanzentournee wieder verstärken kann", ergänzt Schuster.
In Klingenthal Standortvorteile genutzt
Die finale Vorbereitungsphase für den kommenden Weltcup-Winter habe das Team mit einem Athletikkurs unter Spaniens Sonne eingeleitet. In den vergangenen, sehr schneearmen Wochen habe man den Standortvorteil genutzt und mehrmals bei sehr guten Verhältnissen auf der Schanze in Klingenthal mit ihrer Eisspur trainiert. Zwar war ursprünglich ein Schneelehrgang in Lillehammer geplant, aufgrund der unsicheren Schneesituation musste die Reise nach Skandinavien jedoch abgesagt werden.
Insgesamt habe Schusters Team über den Sommer eine abwechslungsreiche, sehr interessante Vorbereitung absolviert. "Akzente setzten wir unter anderem mit dem Ausflug in die Area47 am Eingang des Ötztals. Dort nutzten wir die Möglichkeit, neue Reize zu setzen und Herausforderungen zu meistern“, erläutert der Bundestrainer.
Freund möchte sich unter den besten Springern behaupten
Die deutsche Nummer eins, Severin Freund, hat im Sommer viel und hart trainiert. "Insgesamt lief die Vorbereitung nach meinem Geschmack, weil ich unter anderem ein paar Kleinigkeiten verbessern konnte. Vor allem der Absprung war und ist bei mir ein Thema. Ich will es schaffen, etwas aerodynamischer zu bleiben. Aber das ist ein echter Balanceakt, weil man gleichzeitig die Dynamik nicht verlieren darf. Um das perfekte Gleichgewicht zu finden, werde ich noch ein wenig Zeit brauchen“, so Freund. "Mein Ziel für den Winter ist es, mich unter den weltbesten Skispringern zu behaupten“, sagt der Rastbüchler. "Ideal wäre ein guter Start, sprich in Kuusamo oder Lillehammer die Grundlage dafür legen zu können.“
In Kuusamo, wo die DSV-Adler im Sommer einen Sprungkurs absolvierten, beginnt am Freitag mit dem offiziellen Training und der anschließenden Qualifikation der Weltcup-Winter. (akl)