
Das Institute for Sports, Business und Society (ISBS) der EBS-Universität präsentierte am Rande des Nordic Openings im finnischen Kuusamo eine Studie zum Körpergewicht der Skispringer, die es in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Skiverband FIS durchgeführt hat. Demnach sei das durchschnittliche Körpergewicht der Athleten in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, von Magersucht könne keine Rede mehr sein.
Erhebliche Erhöhung des Durchschnitts-BMI
Der durchschnittliche BMI-Wert der Skispringer inklusive Anzug und Sprungschuhe liege derzeit bei 20,5. Kurz vor der Einführung der BMI-Regelung, die voraussetzt, dass ein Athlet einen bestimmten Mindestwert nicht unterschreiten darf, um die volle Skilänge nutzen zu können, lag der Durchschnitts-BMI in der Saison 2003/2004 bei 17,2. Nach und nach habe sich der BMI so weiter erhöht.
Umstritten ist dagegen weiterhin die letzte BMI-Erhöhung von 20,5 auf 21. "Das neue Bindungssystem gibt einen deutlichen Flächengewinn und man ist daher nicht mehr auf die maximale Skilänge angewiesen", erklärte Martin Schmitt bereits vor einigen Tagen im SKIJUMPING.de-Interview. Auch Ex-ÖSV-Skispringer Andreas Goldberger kritiserte die FIS aufgrund der aus seiner Sicht nicht wirksamen Erhöhung und forderte eine härtere Bestrafung für diejenigen, die den Mindest-BMI nicht erreichen.
Doch die Studie belegt, dass von den Top-30-Springern des Sommer-Grand-Prix immerhin 19 an Körpergewicht zugelegt haben und so die volle Skilänge nutzen dürfen. 16 Athleten verzichten stattdessen auf die volle Skilänge und starten mit geringerem Körpergewicht. (mrs)