Weltcup: Unfassbarer Erfolg für Team Österreich. Nachdem die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Pointner bereits das Teamspringen für sich entscheiden konnte, holten die Mannen Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern auch gleich noch einen Dreifachsieg. Durchaus zufrieden sein kann aber auch die deutsche Mannschaft, die ordentliche Leistungen abrufen konnte. SKIJUMPING.de präsentiert die Stimmen zum Weltcup am 27. November 2011:
Andreas Kofler (AUT): "Die Schanze in Kuusamo ist sicher eine Herausforderung, hier musst du mental stark und frei im Kopf sein. Das ist mir heute sehr gut gelungen. Ich habe immer wieder um meinen guten Weg kämpfen müssen, heute wurde ich wieder einmal belohnt. Ich hätte mir trotzdem vorher nicht gedacht, dass ein Sieg drin ist. Zuletzt konnte ich zwei Monate wegen einer Rückenverletzung nicht Skispringen, geschadet hat mir diese Pause aber scheinbar nicht."
Gregor Schlierenzauer (AUT): "Das war heute ein besonderer Tag für unsere österreichische Mannschaft. Ein spezielles Kompliment geht dabei an meinen Stubaier Zimmerkollegen, der mich heute um 0,7 Punkte besiegt hat. Für mich war es ein sehr gelungener Start in die Saison, in der sicher noch viele Herausforderungen darauf warten gelöst zu werden. Als allererstes geht es aber nun in die örtliche Pizzeria. Dort dürfen wir diesen Tag noch ein wenig feiern."
Thomas Morgenstern (AUT): "Ein großes Lob an Andreas, der nach seiner schwierigen Vorbereitung heute so eine Performance abliefern konnte. Ich selbst hatte im Wettkampf leichte Probleme mit der Sicht, aber trotzdem war es ein positiver Auftakt. Es ist nicht ganz einfach, zwei Wettkämpfe an einem Tag zu bestreiten. Wenn man dann als Mannschaft auch noch beide dominiert, dann wird daraus ein Tag mit Team- und Dreifachsieg den wir nicht so schnell vergessen werden."
Severin Freund (GER): "Im Vergleich zum Teamspringen war es etwas ganz anderes. Der Qualifikationssprung war schon vom Tisch her deutlich besser, dann habe ich es allerdings in der Luft ein bisschen vertan. Aber jetzt habe ich noch einen deutlichen Schritt gemacht."
Richard Freitag (GER): "Nach dem ersten Training habe ich mir gedacht, dass es schwer wird. Aber jetzt habe ich einigermaßen zum Sprung zurückgefunden und bin da, wo ich im Sommer aufgehört habe. Das erste Training ist schon irgendwo hängengeblieben, aber jetzt habe ich versucht, mich auf mein Zeug zu konzentrieren - und das ist mir gelungen."
Maximilian Mecher (GER): "An sich klappt es recht gut. Ich weiß nicht, ob es auch an den Bedingungen lag. Zum Glück habe ich durch den Nebel vorher nichts gesehen, sonst hätte ich mich wahrscheinlich verunsichern lassen."
Tom Hilde (NOR): "Der Mannschaftswettbewerb heute war ein Desaster für unsere Mannschaft. Rune (Velta, Anm. d. Red.) war der Einzige, der gute Sprünge gemacht hat, und der Rest von uns hat den Job nicht gemacht. Das gute ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen. Wir wollten der Welt zeigen, wie gut wir sind und haben einen Einzelwettbewerb bestritten, der okay war. Im Moment ist niemand von uns gut genug, um Morgi, Gregor oder Kofler zu ärgern. Aber ich bin optimistisch, dass das im Laufe der nächsten Wettkampfsprünge kommt. Immerhin war es mein Ziel, den Wettbewerb unter den Top Ten zu beenden, und so habe ich mein Ziel erreicht." (mrs)