Eine Vorschau von Sonja Sachs
Wenige Tage, nachdem die Herren in die Saison 2011/2012 gestartet sind, werden auch die Damen am kommenden Dienstag wieder die Schanzen der Welt besteigen. Zunächst stehen zwei Continentalcups im finnischen Rovaniemi an – passend zur Tradition der Herren, die seit Jahren den Saisonauftakt in Finnland feiern, wenn auch 200 Kilometer östlich in Kuusamo.
Danach wird es für die Ladies aber richtig losgehen: Im norwegischen Lillehammer werden sie am 3. Dezember auf ihre männlichen Kollegen treffen und dort den ersten Weltcup in der Geschichte des Damen-Skispringens austragen. Auch wenn diese erste Weltcup-Saison nur etwa die Hälfte an Terminen umfasst, die von den Herren absolviert werden, auch wenn nach wie vor keine Großschanze in Sicht ist und die Wettkämpfe nicht unbedingt in Skisprung-Metropolen stattfinden, es wird dennoch ein Meilenstein für die Damen sein. So lange hatten sie gekämpft um die selbe Anerkennung, die den Männern zuteil wird – sowohl für die Teilnahme an Olympischen Winterspielen als auch den Aufstieg in die höchste Wettkampfklasse. Diese beiden wichtigsten Ziele sind erreicht, nun liegt es an den Athletinnen selbst, sich zu beweisen.
Was können und was dürfen wird erwarten?
Sicher wird es nicht die Bandbreite an hochkarätigen Springerinnen geben, die wir von den Herren gewohnt sind. Aber die Spitze, die mit jedem Springen wächst, ist von hohem Niveau. Das konnte man schon im Sommer beobachten. Favoritinnen? Gibt es, und es wird wohl kaum jemanden wundern, dass die größte davon aus derselben Alpenrepublik kommt wie bei den Männern: Österreich. Daniela Iraschko ist unumstritten eine der besten Springerinnen der Welt. Es gilt, sich mit ihr zu messen, sie wird die Messlatte bestimmen. Aber konkurrenzlos ist sie nicht: Coline Mattel, französisches Skisprung-Wunder, wird es ihr nicht leicht machen. Ebenfalls ganz weit vorne dürfte die slowenische Mannschaft sein, die zwar derzeit noch mit diversen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben und wegen eines Kreuzbandrisses komplett auf die Leaderin Eva Logar verzichten müssen, jedoch dennoch ganz weit vorne mitspringen dürften.
Und die Deutschen?
Im Sommer noch nicht ganz da, wo sie sein wollten, werden die Damen um Bundestrainer Andreas Bauer in dieser Saison sicher wieder angreifen. Eine der personell größten Mannschaften haben sie jedenfalls schonmal. Gespannt sein darf man auch auf die Leistungen der Norwegerinnen, die den Sommer fast komplett ausgelassen haben.
Wir freuen uns auf spannende Wettkämpfe, auf viele Zuschauer vor Ort und an den Bildschirmen und wünschen den Damen viel Spaß und Erfolg beim ersten Weltcup! (ssa)
| Tom | 28.11.2011 | 20:45:07 |
@Jens: Die Nr. 1 nicht, aber ganz klare Nr. 2 mit Spitzen-Events, an die sonst kein Wintersport rankommt.
Bei so einem vollen Programm ist es dem ZDF wohl leider einfach nicht möglich das besser zu organisieren da lobe ich mir die ARD!
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| rabea | 28.11.2011 | 20:04:55 |
das stimmt, ich würde mir frauen skispringen auch nicht angucken. einfach nur langweilig!
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| sind wir ehrlich... | 28.11.2011 | 16:56:54 |
bis auf ein paar eingefleischte interessiert frauenskispringen NIEMANDEN!!!
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| Jens | 28.11.2011 | 16:41:26 |
Und ZDF zeigt gerade mal den 2. Durchgang der Herren. Echt traurig! Leider ist Skispringen eben nicht mehr die Nr. 1 im Winter...
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| Jens | 28.11.2011 | 16:38:24 |
Am Bildschirm? Wäre ja schön, aber Eurosport zeigt das Springen leider schon mal nicht, aber dafür das der Herren ab 15:45. Irgendwie typisch, oder? Jetzt haben sie schon einen Weltcup und es scheint sich doch nichts zu ändern...einfach schade!
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