
Die Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen erhält in Hinblick auf die anstehende Vierschanzentournee 2011/2012 erstmals ein Windnetz. Nachdem im April diesen Jahres bereits
entsprechende Pläne auf SKIJUMPING.de-Anfrage bestätigt wurden, wurde dies nun erstmals konkretisiert: Im Auftrag des Deutschen Skiverbandes (DSV) errichtet der österreichische Spezialist Alpina ein insgesamt 1500 Quadratmeter großes Windnetz entlang der neuen Olympiaschanze zwischen Schanzentisch und Kampfrichterturm auf der Seite des Gudibergs.
Verband und Organisationskomitee reagieren damit auf die Erfahrungen aus dem Vorjahr, als der Wettkampf nach langen windbedingten Verzögerungen nach einem Durchgang abgebrochen werden musste. Zuvor kam es zu einem Sturz des Finnen Ville Larinto, der noch lange mit den Folgen zu kämpfen hatte. "Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr das absolute Highlight im nordischen Skiwinter. Die Ausrichtung des Events zu sichern, ist für uns selbstverständlich. Das sind wir den Sportlern, den Fans in den Stadien und dem Millionenpublikum vor den Fernsehbildschirmen schuldig", erklärt Thomas Pfüller, Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes.
Oberstdorf und Bischofshofen weiterhin ohne Windnetz
Die neue Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen ist damit die zweite Station der Vierschanzentournee, die über ein Windnetz verfügen wird. Seit drei Jahren wird bereits in Innsbruck, der dritten Tourneestation mit einem Windnetz gesprungen. Auch diese Anlage stammt von jener österreichischen Firma. An den beiden weiteren Schanzen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Bischofshofen sind keine Windnetz-Installationen notwendig. "An beiden Orten springen wir ja abends bei Flutlicht, da gibt es weniger Thermik-Probleme, außerdem sind die Anlagen aufgrund ihrer Lage besser vor Windeinfluss geschützt als die Schanzen in Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen", sagt Tournee-Geschäftsführer Stefan Huber.
Schneeproduktion in Garmisch läuft an
Derweil ist die Schneeproduktion in Garmisch-Partenkirchen bereits angelaufen. Der erste Schnee wurde im Auslauf der Anlage mit Hilfe der Schneekanonen produziert. Aufgrund der warmen Temperaturen ist es allerdings kaum möglich, die Anlage zu präparieren. Man muss, ebenso wie auch in Oberstdorf, weiterhin auf niedrigere Temperaturen warten. (mrs)