Weltcup: Wenige Tage nach der
Bekanntgabe des deutschen Aufgebots für das erste Weltcup-Springen der Damen in Lillehammer äußert sich Bundestrainer Andreas Bauer gegenüber SKIJUMPING.de auch zu seinen Saison-Ambitionen – und schiebt die Favoritenrolle nach Österreich und Frankreich.
"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Eine Daniela Iraschko ist im Moment einfach das Maß aller Dinge, sie ist die erfahrenste Teilnehmerin im Feld und kann die meisten Sprünge vorweisen. Zusammen mit Jacqueline Seifriedsberger und Coline Mattel sehe ich sie derzeit den anderen ein Stück weit voraus", schätzt Bauer die aktuelle Lage ein. Zwar ist er mit der Saisonvorbereitung seiner Mannschaft zufrieden, alle Athletinnen hätten gut gearbeitet - jedoch: "Siege sind im Moment noch nicht realistisch. In diesem Winter wollen wir uns in erster Linie gut positionieren und den Rückstand auf die Besten verkürzen. Der Fokus liegt klar auf den Weltmeisterschaften 2013 und vor allem natürlich Olympia 2014."
Kein Erfolgsdruck für Katharina Althaus
Dabei waren die Leistungen der DSV-Damen im Sommer durchaus vielversprechend. Nicht weniger als sechs Athletinnen schafften es einmal oder öfter unter die besten Elf, einige darunter regelmäßig. Die deutsche Überraschung des Sommers, die erst 15-jährige Katharina Althaus, flog sogar zwei Mal aufs Podest – doch gerade auf ihre jungen Schultern möchte Bauer noch keine schweren Erwartungen legen: "Angesichts der Sommer-Ergebnisse könnte man jetzt natürlich weitere Podestplätze von Katharina erwarten. Aber man darf nicht vergessen, dass sie erst 15 Jahre alt und noch in der Pubertät ist", bremst Bauer die Erwartungen. Wichtig sei für Althaus in der anstehenden Saison, Erfahrungen zu sammeln und "einfach dabei zu sein. Wenn sie trotzdem gut springt, freut uns das natürlich – aber wenn nicht, ist das kein Drama. Sie soll sich in Ruhe entwickeln können."
In die Bresche springen müssen ihm zufolge vielmehr die Arrivierten: Melanie Faißt, Jenna Mohr, Juliane Seyfarth, Ulrike Gräßler und Anna Häfele. Sie alle kommen laut Bauer für Top-Ergebnisse im Bereich der erweiterten Weltspitze in Frage. "Wir haben mehrere Eisen im Feuer – und ich hoffe, dass zwei von ihnen konstant in die Top Ten springen."
Mit "gesundem Bauchkribbeln" in den ersten Wettkampf
Und wie sieht es angesichts der anstehenden – für das Skispringen geschichtsträchtigen – Weltcup-Premiere mit der Vorfreude im Team aus? "Die Mädels freuen sich natürlich sehr auf das erste Springen in Lillehammer, es herrscht eine gute Stimmung im Team. Ich würde es mit einem gesunden Bauchkribbeln umschreiben", lächelt der Bundestrainer. Wegen der zeitlichen Verknüpfung mit dem Weltcup-Springen der Männer und dem damit einhergehenden Medieninteresse müssten die Springerinnen jedoch auch auf der Hut sein: "Es gilt, sich bei diesem ersten Springen auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht zu sehr vom Drumherum beeindrucken zu lassen", mahnt Bauer. "Wenn das klappt, bin ich sehr zuversichtlich." (jar)
| Lara | 01.12.2011 | 21:49:55 |
@alois roter
Beim Damenskispringen handelt es sich durchaus um Skisringen und man kann Kritik auch etwas sachlicher formulieren!!!
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| SKIJUMPING.de | 01.12.2011 | 21:35:13 |
@alois roter:
Eine klarere Strukturierungsmöglichkeit wird es bald geben. Doch auch weiterhin wird es auch Meldungen der Damen an prominenteren Stellen geben – erkennbar schon jetzt übrigens an der pinken Färbung der entsprechenden Wettkampfserie, in diesem Fall eben "Weltcup".
Ihre SKIJUMPING.de-Redaktion
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| alois roter | 01.12.2011 | 19:46:48 |
bäääh, jetzt hab ich doch tatsächlich die ersten drei zeilen gelesen, ehe ich registriert habe, dass es sich gar nucht um skispringen handelt.
könnt ihr dem damengehüpfe nicht eine eigene rubrik geben, die man öffnen muss, wenn man sich tatsächlich dafür interessiert?
diese künstliche gleichbehandlung entspricht keinesfalls der realität.
beim kicker steht fussball auch an erster stelle, und erst auf unterseiten kann man die versuche der damen sehen. - das mag feministen ärgern, orientiert sich aber an der wirklichkeit!
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