
Eine Summe, die man im Wintersport nur selten sieht – zumindest in Sachen Preisgeld: Sage und schreibe
eine Million Schweizer Franken soll ein Skispringer in dieser Saison bekommen, wenn er den Vierfachsieg bei der Vierschanzentournee holt. Während die Athleten selbstverständlich zufrieden mit der enormen Steigerung des Preisgeldes sind, sind die Fans in zwei Lager geteilt: Auf der einen Seite diejenigen, die das Geld als angemessen für einen solchen Triumph halten; auf der anderen diejenigen, die die Summe als zu hoch erachten.
"Die Springer haben sich sicher eine große Belohnung für ihre Leistungen verdient, aber eine Million Franken sind dann doch eindeutig zu viel", erklärt beispielsweise Lisa Schneider. Sie befürchtet vor allem eine Kommerzialisierung des Sports auf Seiten der Sportler. "Vor allem sollte es den Sportlern beim Skispringen nicht vorrangig ums Geld gehen, sondern um den Spaß und die Liebe zum Sport."
Anders sieht das Florian auf der
SKIJUMPING.de-Facebook-Seite. "Die Skispringer haben so eine Finanzspritze auf jeden Fall verdient und ist als 'Bonbon' für den Grand-Slam auch angebracht", argumentiert er. "Wir sollten aber aufpassen, dass es weiterhin um den Sport und nicht ums Geld geht. Bisher sind wir da, denke ich, aber auf einem guten Weg."
64,9 Prozent halten das Rekord-Preisgeld für richtig
Auch die
SKIJUMPING.de-Umfrage, an der bereits weit über 1.000 Leser teilgenommen haben (Stand: 9. Dezember, 20 Uhr), deutet diese Meinungsverschiedenheiten an: 64,9 Prozent der Befragten empfinden das Rekord-Preisgeld als angemessen, 35,1 Prozent erachten es als zu hoch. (mrs)