Der am Donnerstag schwer gestürzte Tscheche Roman Koudelka wurde heute aus dem Krankenhaus entlassen und drückte seinem Team als Zuschauer die Daumen. "Ich fühle mich jetzt ein bisschen wie ein Maskottchen, weil es ein neues Gefühl für mich ist, meinem Team nur zuzuschauen", gestand der 22-Jährige gegenüber 'sport.cz'. Seine Kameraden landeten heute wie bereits beim ersten Teamwettbewerb in Kuusamo auf dem sechsten Rang. Auch ohne den im Weltcup bestplatzierten Tschechen Koudelka präsentierten sie sich vor heimischem Publikum stark.
Ein Gefühl wie sechs Promille Alkohol im Blut
Koudelka hatte auf Anraten seiner Ärzte auf einen Start im Teamwettbewerb verzichtet und wird auch morgen nicht vom Bakken gehen. Seine Konzentration, Stabilisation und Koordination seien noch nicht wieder im Lot. Nach dem Sturz habe er sich gefühlt, als hätte er sechs Promille Alkohol im Blut. "Nun sind es nur noch zwei, also wird in ein paar Tagen alles wieder in Ordnung sein", scherzte der 22-Jährige. Beim Gang aus dem Krankenhauszimmer habe er sich desorientiert gefühlt, beschreibt der Tscheche die Nachwirkungen seiner schweren Gehirnerschütterung. Er wird in der kommenden Woche in der Ramsau trainieren, um beim nächsten Weltcup in Engelberg wieder angreifen zu können. (akl)
Foto: Tadeusz Mieczynski