
Die Wogen haben sich geglättet: Nach den
Auseinandersetzungen um den neu geplanten Trainingslehrgang in Mitteleuropa, den die Springer aus eigener Tasche finanzieren sollten, ist es zu einer Einigung gekommen und die Hauptsponsoren des Teams werden nun die Kosten hierfür übernehmen. Wie auf der Internetseite des finnischen Skisprungteams zu lesen ist, werden die Schützlinge von Pekka Niemelä bereits am Mittwoch in die Ramsau reisen, um dort vor dem Weltcup in Engelberg bis Donnerstag auf der Normalschanze wieder in Form zu kommen.
Zwar wollte man ursprünglich bereits am heutigen Dienstag ins schweizerische Engelberg reisen - da
die Schanze dort jedoch erst zum Weltcup am Freitag präpariert sein wird, musste dieser Plan geändert werden. Dafür wird die finnische Mannschaft nach dem kommenden Weltcupwochenende bis Dienstag in Engelberg bleiben, um hier auf der Titlis-Schanze die Vorbereitungen für die Vierschanzentournee fortzuführen. Erst in der Weihnachtspause werden die Athleten in Finnland individuell trainieren.
Erleichterung bei Trainern und Aktiven
Erleichtert über die Lösung sind sowohl Trainer wie Aktive. "Es ist wirklich eine sehr wichtige Nachricht, dass wir unseren Plan verwirklichen können", wie Pekka Niemelä gegenüber 'YLE' verlauten ließ. Schließlich gehe es bei dieser Entscheidung auch um die finanzielle Lage der Sportler, die auf die Zuschüsse angewiesen seien.
Ebenso zufrieden zeigte sich Anssi Koivuranta, der selbst einen großen Bedarf an Trainingsprüngen auf Schnee sieht. Laut Koivuranta seien die zur Zeit präparierten Schanzen in Nordfinnland zwar in Ordnung, hätten aber ein anderes Profil als die Schanzen in Mitteleuropa, so dass eine ideale Wettkampfvorbereitung dort nicht gegeben wäre. Deshalb hätte der ehemalige Kombinierer den Lehrgang zur Not auch selbst bezahlt. Über die jetzige Lösung sei er natürlich umso glücklicher. (abr)
Foto: Tadeusz Mieczynski