Weltcup: Auch wenn es heute nicht für einen Podestplatz für einen deutschen Skispringer gereicht hat, zieht Bundestrainer Werner Schuster ein positives Fazit der ersten Generalprobe für die 60. Vierschanzentournee. "Das Ergebnis ist nicht so schlecht, wie es aussieht. Wir haben hier fünf Athleten ins Finale gebracht, Stephan Hocke hat nach langer Krankheit einen tollen Einstieg gefunden", erklärte Schuster im ZDF. "Richard kam mit dieser Schanze, speziell mit dem Anlauf, nicht so gut klar. Die Harrachov-Schanze war extrem flach vom Anlauf, und darauf muss man sich einstellen. Jede Schanze hat einen anderen Radius, dadurch ergibt sich die Schwerpunktfrage. Dazu kam der Schneefall, wo man nicht genau weiß, was einen erwartet. Andere Springer sind schon zehn Jahre hier und er ist nun zum zweiten Mal hier. Bisher hat er sich auf jeder Schanze perfekt eingestellt, auf dieser Schanze ist es heute nicht so gut gelungen."
Lobende Worte fand der 42-Jährige für Severin Freund, der mit seinem fünften Platz einmal mehr beweisen konnte, dass er sich zu Recht in der internationalen Weltspitze der Skisprungszene befindet. "Das war eine gute Leistung von Severin. Er hatte im ersten Durchgang schwierige Verhältnisse und das gut gemacht. Auch im Material hat er heute noch ein bisschen etwas umgestellt, er hatte ein tolles Flugsystem. Ich kann mir gut vorstellen, wie er nochmal fünf Meter weiter springen kann. Vielleicht morgen", hofft Schuster. (mrs)