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Skispringen Kornspitz



Gregor Schlierenzauer gewinnt turbulentes Auftaktspringen

Weltcup: Das Auftaktspringen der 60. Vierschanzentournee ist am heutigen Freitag in Oberstdorf mit Mühe über die Bühne gegangen. Den Sieg konnte sich Gregor Schlierenzauer sichern, der Österreicher sprang auf 133 und 137,5 Meter und erhielt dafür 283,3 Punkte. Auf den Rängen zwei und drei folgen ihm seine Teamkollegen Andreas Kofler (131 und 133,5 m; 265,2 P.) und Thomas Morgenstern (128 und 128,5 m; 264,3 P.)

Schnee und Wind beeinflussen Springen - 1. Durchgang abgebrochen

Die 20.500 Zuschauer in der fast ausverkauften Erdinger-Arena am Oberstdorfer Schattenberg mussten heute eine Menge Geduld aufbringen. Der erste Durchgang startete zwar planmäßig, jedoch schon zu diesem Zeitpunkt unter massivem Einfluss von Wind und Schneefall. Es zeichnete sich ein schwieriger Wettkampf ab. Nachdem der Schneefall immer mehr in das Geschehen eingegriffen hatte und das Springerfeld komplett durcheinander gebracht hatte, entschied die Jury nach vielen und zeitintensiven Unterbrechnungen, den Durchgang zu canceln und eine gute halbe Stunde später neu zu starten. Eine richtige Entscheidung, bedenkt man, dass zu diesem Zeitpunkt Tourneefavoriten wie Gregor Schlierenzauer und auch Richard Freitag bereits ausgeschieden wären und keine Chance auf den Tourneesieg gehabt hätten.

Österreicher untermauern Ambitionen auf den Tourneesieg

Nachdem das Springen neu gestartet wurde, fanden die Springer zwar auch keine perfekten Bedingungen vor, jedoch deutlich bessere als zu Beginn. Vor allem der Tagessieger Gregor Schlierenzauer hat nach dem Schock des ersten Sprungs richtig aufgedreht und klargemacht, dass er dieses Jahr die Tournee gewinnen will. Da mussten selbst seine Teamkameraden angesichts 18,1 Punkten Vorsprung auf Kofler staunend den Hut ziehen.

Zografski profitiert von Abbruch

Über die Lucky-Loser-Regelung konnten sich noch Kamil Stoch, Stephan Hocke, Matti Hautamäki, Vegard-Haukoe-Sklett und Vladimir Zografski für den zweiten Durchgang qualifizieren. Vor allem der Bulgare kann hier von besonderem Glück sprechen, er war nach dem ersten Durchgang erneut disqualifiziert worden, da sein Anzug zu groß war. Er durfte nach dem Abbruch mit neuem Anzug wieder antreten. Es wäre die siebte Disqualifikation für Zografski gewesen.

Norweger schockiert: Hilde stürzt schwer

Nachdem die Norweger gestern in der Qualifikation in voller Mannschaftsstärke zugeschlagen haben, mussten sie heute einen herben Schlag hinnehmen. Tom Hilde stürzte nach einem starken zweiten Sprung auf 131,5 Meter schwer aufs Gesicht und wurde aus dem Auslauf gefahren. Inwieweit er schwerere Verletzungen erlitten hat und ob der weitere Tourneeverlauf für ihn gefährdet ist, ist derzeit unklar. Damit war auch einer der großen Hoffnungsträger der Norweger aus dem Rennen. Anders Bardal als Sechster schnitt am besten ab, Sklett wurde Elfter, Velta 18., Hilde ist noch auf Rang 20 gelistet.

Freund nur 0,3 Punkte hinter Morgenstern

Das deutsche Team profitierte heute vom K.-o.-System und war mit fünf Athleten im Finale vertreten. Wäre es nach dem normalen Weltcup-System gegangen, wären nur drei Springer in den zweiten Durchgang eingezogen. Bestes deutsches Ergebnis lieferte einmal mehr Severin Freund, der sich im ersten Durchgang lange auf Rang drei halten konnte. Er wurde am Ende nur 0,3 Punkte hinter Thomas Morgenstern Vierter und verpasste so knapp das Podest. Stephan Hocke erreichte einen sehr guten achten Rang und kann stolz auf sich sein. Richard Freitag wurde Zehnter, blieb zwar unter den Erwartungen, kam jedoch auch mit der Anlage nicht gut zurecht. Maximilian Mechler findet sich auf Rang 27 wieder.

Wie zu erwarten, konnten sich Andreas Wank und David Winkler im K.o.-Duell nicht gegen ihre norwegischen Gegner Tom Hilde und Anders Bardal durchsetzen und schieden aus. Enttäuscht hat heute Martin Schmitt, der nach seinem guten Qualifikationssprung vom Teamkollegen Markus Eisenbichler geschlagen wurde und ebenfalls ausschied. Für Eisenbichler war der heutige Tag sicher erfolgreich, er durfte sich vor großem Publikum präsentieren und kann mit Rang 30 dennoch zufrieden sein.

Weiter geht es bereits morgen in Garmisch-Partenkirchen. Hier soll bereits um 11.45 Uhr ein Training stattfinden, im Anschluss wird um 14 Uhr die Qualifikation gestartet. (ssa)

Verlinkte Galerie zu diesem Artikel:

Foto: Marco Ries / SKIJUMPING.de
Foto: Marco Ries / SKIJUMPING.de
Foto: Marco Ries / SKIJUMPING.de




veröffentlicht: 30.12.2011

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Übersicht der bisher geschriebenen Kommentare:

Seiten (7): [1] 2 3 4 5 6 7 »

Kathi | 01.01.2012 | 08:43:56

Klar kommen die Deutschen Springer noch! Freitag au jeden Fall, Freund kommt jetzt schon wider in form . Ich denke auch das Danny Queck sehr viel Potential hat...
Werner Schuster hat noch sehr viel vor mit dieser Mannschaft :) = Normaler Smile)


AdlerHorst | 01.01.2012 | 01:46:07

Schlierenzauer ist einfach der Beste (momentan)!
Und unsere deutschen Springer Asse kommen auch noch! Guter Ösi Trainer bei uns, der baut super auf.


Kathi | 31.12.2011 | 20:30:24

@ Lato

ach ja stimmt habe ganz vergessen, dass die Jury sich ja aussuchen kann wie der Wind bei Schlierenzauer ist... :O

Oha, es ist eine Freiluft Sportart, da gehöhrt Glück auch dazu ...


barbara | 31.12.2011 | 17:36:19

@lato: was ist am applaudieren von schlierenzauer schlimm?

er hat ja nicht den stinkefinger gezeigt wie olli.

und heuer gab es gerade in kuusamo von den norwegern auch den achsoschlimmen applaus, ebenso von morassi (glaub es war lillehammer) , da war es ein vogel zeigen, und auch die slowenen konnten es heuer schon mal.

und schlierenzauer hatte recht. und nochmals, es wurde erst nach freitag abgebrochen, nicht nach schlierenzauer.

und es waren alle für abbruch, nicht nur die österreicher. also, nicht übertreiben bitteschön.

und schlierenzauer ist einiges abgezogen worden im 1. dg.

auch wenn es dir nicht gefällt, aber schlierenzauer hat gewonnen und er hatte schon sehr oft das nachsehen weil sich die jury falsch verhalten hat.


lolipop | 31.12.2011 | 16:40:46

@SirBoss
Wurdest du dich auch uber dem abruch Freuen falls ein Deutcher in Fhurung wehre???

Die verhaltnisse waren fur alle schisse...also fair fur alle und der abbruch ist nur gesehen weil die Osterreiche und die Deutchen schlecht waren.. wird auch am Sonntag so sein...
The 4-Hills is a comedy and not a competition.


Thomas | 31.12.2011 | 16:14:26

Dafür hat Schlierenzauer aber auch einen deftigen Promi-Bonus bei dden Haltungsnoten seiner Landung beim ersten Sprung kassiert.
Dabei hätte eigentlich sogar abgewertet werden müssen wegen rechter Hand im Schnee.


SirBoss | 31.12.2011 | 14:34:46

@Lato Es ist zwar richtig, dass auf die Großen Springer wie Schlierenzauer, Morgenstern oder auch Kofler mehr Rücksicht genommen wird, als auf die kleinen wie Ito oder Koudelka. Trotzdem war es aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung abzubrechen, da nach den Restart wirklich bessere Bedingungeen, bzw. fairere Bedingungen geherrscht haben. Ich finde hier hat die Jury ein Lob verdient, dieses Springen einigermaßen fair, so wie es bei den Bedingungen möglich war, herunterzubringen. Auch muss man hier mal ganz ehrlich sagen, dass der Österreichische Dreifachsieg verdient war.

Auch alle die eine Ösi-Mafia sehen, sollten sich mal beruhigen. Das Springen wurde nach den Freitag-Sprung abgebrochen. Er hatte den größten Nutzen, da er nicht einmal in den zweiten Durchgang gekommen wäre. Alle Springen durch die Bank, auch Ito und Koudelka habe den Abbruch begrüßt um fairere Bedingungen zu schaffen.


Lato | 31.12.2011 | 12:46:23

@ Kathi

Wo übertreibe ich den? Erkläre mir doch bitte den Unterschied zwischen z.B. Schlierenzauer und Koch in den abgebrochenen und neuangefangen Durchgang oder z.B. Schlierenzauer und Stoch in den 2. Durchgang?

Nochmal langsam: Der neu angefangene Durchgang war keineswegs fairer (die Windspitzen waren sogar noch größer...), es wurden zahlenmäßig genauso viele Springer benachteiligt, im 2. regulären Durchgang war es nicht anders (z.B. Stoch, Rune Velta und Co.) Warum bricht man dann den 1. Durchgang ab und zieht dann einen genauso unfairen Wettkampf dann durch? Antwort: Weil diesmal die "Richtigen" den den richtigen Wind hatten...um nichts anderes geht es hier...oder glaubst du wirklich, dass man den 1. Durchgang abgebrochen hätten, wenn nicht Schlieri und Freitag, sondern z.B. Kranjec und Ito Pech hätten? Nicht wirklich...Hier geht es um viel Geld und Einschaltquoten, da kann der Liebling der Massen doch nicht schon nach den 1. Sprung raus aus dem Geschäft sein oder?

Mal drüber nachdenken...


Kathi | 31.12.2011 | 12:31:10

@ Lato

Du übertreibst jetzt aber sowas von dermaßen... :OO


Lato | 31.12.2011 | 12:12:20

Selten so eine Schande im Skispringen erlebt wie gestern...

Wo war denn bitte der Unterschied zwischen den 1. abgebrochenen Durchgang und den neugestarteten bitteschön?! Im Wiedergestarteten hatten manche sogar 16 Pluspunkte, wie z.B. Martin Koch...auf diese Springer wird aber keine Rücksicht genommen. Im Vergleich, Schlierenzauer hatte bei seinen 103m 9 Pluspunkte...Der einzige Unterschied war nur, dass im wiedergestarteten die, die bereits im Vorfeld als Sieger bestimmt wurden, riesen Glück hatten, allen voran Schlierenzaur, den Hofer den Sieg quasi in den Allerwertesten geschoben hat, weil es der Schützling nicht selber schafft...Ein Morgenstern hat es schließlich auch bei nicht viel schlechteren Bedingungen im abgebrochenen 1. 20m weiter geschafft...(Der hat aber die Tournee bereits gewonnen, nun soll mal Schlieri und eventuell die deutsche Hoffnung Freitag schaffen..wobei dieser es nicht einmal mit der Hilfe von der Jury packt...) Auf Leute wie Stoch, Evensen, Bardal und Co. wird sowieso keine Rücksicht genommen: Um es auf den Punkt zu bringen: Der einzige Unterschied zwischen den abgebrochenen und den neugestarteten Durchgang war der, dass die Österreicher und Deutschen im 1. Durchgang Pech hatten (wie dies so oft beim Skispringen passiert und sich keiner drüber aufregt, wenn es nicht gerade diese Nationen sind) und im zweiten andere Nationen ganz klar benachteiligt wurden, auf die aber traditionell keine Rücksicht genommen wird, wie z.B. die Slowenen, Polen, Finnen und Norweger...

Diese Manipulation wurde zudem teuer bezahlt, nämlich mit dem Wirbelbruch von Tom Hilde...

P.S. für die wiederholt ironische Gäste von Schlierenzauer hätte man Harri Olli lebenslang gesperrt...

Ein Tip an die Jury für die Zukunft: Nur noch Österreich und Deutsche für die Tournee zulassen, dann braucht man in Zukunft auch nicht die Gesundheit von anderen Sportlern gefährden...

Für mich hat sich das Skispringen nach über 15 Jahren Treue gestern endgültig erledigt...


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Weltcup 2011/2012 (M)
01
Bardal
1325 P.
02
Schlierenzauer
1267 P.
03
Kofler
1203 P.
04
Ito
1131 P.
05
Stoch
1078 P.
06
Freitag
1031 P.
07
Morgenstern
1014 P.
08
Freund
857 P.
09
Kranjec
829 P.
10
Koudelka
796 P.

Nationencup 2011/2012 (M)
01
Österreich
6935 P.
02
Norwegen
4530 P.
03
Deutschland
4353 P.
04
Slowenien
3412 P.
05
Japan
2827 P.
06
Polen
2638 P.
07
Tschechien
2178 P.
08
Russland
918 P.
09
Schweiz
753 P.
10
Finnland
611 P.

Weltcup 2011/2012 (F)
01
Hendrickson
1169 P.
02
Iraschko
779 P.
03
Takanashi
639 P.
04
Gräßler
546 P.
05
Van
482 P.
06
Sagen
454 P.
07
Pozun
422 P.
08
Faißt
409 P.
09
Jerome
395 P.
10
Mattel
328 P.

Continentalcup 2011/2012 (M)
01
Stjernen
1017 P.
02
Gangnes
899 P.
03
M. Hayböck
834 P.
04
Mandl
684 P.
05
Meznar
606 P.
06
Naglic
597 P.
07
Loitzl
570 P.
08
Johansson
559 P.
09
Ingvaldsen
549 P.
10
Swensen
542 P.

Continentalcup 2011/2012 (F)
01
Iraschko
440 P.
02
Hendrickson
420 P.
03
Vtic
256 P.
04
Takanashi
220 P.
05
Rogelj
211 P.
06
Pozun
206 P.
07
Bogataj
182 P.
08
Seifriedsberger
152 P.
09
Vuik
139 P.
10
Sagen
136 P.

Sommer-Grand-Prix 2011
01
Morgenstern
620 P.
02
Stoch
505 P.
03
Hilde
443 P.
04
Schlierenzauer
400 P.
05
Zyla
298 P.
06
Takeuchi
281 P.
07
Freitag
265 P.
08
Karelin
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Kot
222 P.
10
Freund
216 P.


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