Weltcup: Das traditionsreiche Neujahrsspringen hat am heutigen Sonntag im Rahmen der Vierschanzentournee im bayerischen Garmisch-Partenkirchen stattgefunden. Als Sieger ging auch heute der Österreicher Gregor Schlierenzauer hervor, er sprang auf Weiten von 138 und 134 Meter und erhielt hierfür 274,5 Punkte. Dahinter auf Rang zwei folgt sein Teamkamerad Andreas Kofler mit Weiten von 130,5 und 137,5 Meter (270,4 P.), gefolgt vom Japaner Daiki Ito mit 138,5 und 141,5 Metern (269,6 P.).
Konkurrenz zeigt Spitzenleistungen - Freund ganz nah dran
Die Zuschauer vor Ort sahen einen hochklassigen Wettbewerb, der auch gleich mit großen Weiten von Martin Koch und Kamil Stoch eröffnet wurde. Auch Severin Freund erwischte einen richtig guten Flug und segelte auf 138,5 Meter, der Deutsche setze sich an die Spitze, musste sich später nur dem Österreicher Schlierenzauer geschlagen geben und lag zur Pause auf Rang zwei. Die Konkurrenz befand sich jedoch direkt dahinter in Schlagdistanz - zwischen dem ersten und dem zehnten Rang lagen nach dem ersten Durchgang nur 11,5 Punkte.
Bardal fällt zurück - Tourneesieg rückt in weite Ferne
Für Anders Bardal war der erste Durchgang ein Rückschlag im Hinblick auf die Tourneewertung, der Norweger lag zur Pause nur auf Rang 14, konnte sich später noch auf einen neunten Rang vorspringen. Er verliert in der Gesamtwertung an Boden auf Schlierenzauer, darf sich keinen Fehler mehr erlauben, wenn er noch eine Chance auf den Gesamtsieg haben will.
Japaner mit starker Leistung - Schlierenzauer setzt sich durch
Das Finale war ebenfalls geprägt von tollen Sprüngen, die Konkurrenz lag so eng zusammen, dass einige Springer am Ende Federn lassen mussten. So zum Beispiel Thomas Morgenstern, trotz starkem zweiten Sprung muss er sich heute mit Rang sechs begnügen. Auch der deutsche Hoffnungsträger Severin Freund hat an Boden verloren, wurde letztlich Siebter, was dennoch ein hervorragendes Ergebnis bedeutet. Für die Japaner ist dieser Wettbewerb einer der erfolgreichsten in der letzten Zeit gewesen, neben dem drittplatzierten Ito kann sich auch Taku Takeuchi über einen vierten Rang freuen.
Finnen erneut mit Debakel
Wer auf ein Weiterkommen über die Lucky-Loser-Regelung spekulierte, musste heute eine richtig gute Leistung zeigen. Glück hatten hier Martin Koch, Peter Prevc, Jakub Janda, Robert Kranjec und Lukas Hlava, sie schafften den Einzug ins Finale. Einen weiteren Tiefschlag mussten die Finnen hinnehmen. Nachdem sich gestern alle drei Athleten für den Wettbewerb qualifizieren konnten, mussten Matti Hautamäki und Janne Happonen beim zweiten Durchgang zuschauen. Einzig Anssi Koivuranta als 27. kann ein bisschen finnische Ehre retten.
Deutsches Team muss nachlegen - Freund zeigt Top-Leistung
Hinter Severin Freund finden sich die anderen deutschen Springer trotz guter Sprünge wieder nur im Mittelfeld wieder. Michael Neumayer als 17. wurde zweitbester Deutscher, Andreas Wank als 20. hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Er gewann sein Duell gegen den Österreicher David Zauner und macht seine Ambitionen auf einen Stammplatz in der Mannschaft deutlich. Richard Freitag als 25. bleibt hinter den Erwartungen zurück, ebenfalls Stephan Hocke, der als 26. seine Form aus den letzten Tagen nicht bestätigen konnte. Für Martin Schmitt war es heute erneut kein guter Wettbewerb, er wurde 38. und kam nicht ins Finale. Inwieweit er bei der weiteren Tournee vertreten sein wird, muss abgewartet werden. Auch Maximilian Mechler hat als 43. den zweiten Durchgang verpasst.
Am morgigen Montag wird es einen Tag Pause im Tourneeprogramm geben, ehe es am Dienstag mit der Qualifikation in Innsbruck weitergeht. Gestartet wird um 11.30 Uhr mit dem Training, um 13.45 Uhr startet die Qualifikation. (ssa)
| @ schlieri | 02.01.2012 | 09:49:04 |
Schau dir mal den Beitrag mit dem Werner Schuster genauer an, was Schlierenzauer und Bischofshofen betrifft ... 
|
| Chris | 02.01.2012 | 02:19:02 |
@Michael: Es geht auch nicht drum ob mans kann oder nicht. Fakt is, dass es theoretisch möglich wäre, einen zu setzen. Wenns tatsächlich einer schafft, dann kommt der sich doch verarscht vor, wenn einer ohne Telemark die gleichen Haltungsnoten bekommt.
Und gefällt dir das Springen denn, wenn dein Liebling im Gegensatz zu anderen Springern schlechte Bedingungen hat und deshalb net vorne dabei is? Viele schimpfen über die Windregel, aber im Endeffekt freuen sich genau diese Leute dann umso mehr, wenn ihre Lieblingsspringer davon profitieren.
|
| Andy | 01.01.2012 | 23:55:59 |
5 von 6 möglichen Stockerlplätzen holten die Österreicher. Das sind andere Dimensionen, wir Deutsche sind froh wenn wer mal unter die Top 10 kommt.
Gratulation an Gregor Schlierenzauer, mit 21 Jahren schon 38. Weltcupsiege, da kann niemand anderer mithalten!
|
| philipp | 01.01.2012 | 20:54:08 |
über diesen kommentar von jürgen kann man sich NUR aufregen!!!
ich verfolge das skispringen jetzt ca seit 8 jahren und ich muss sagen, dass severin freund in der letzten saison schon und zudem richie freitag und freund in dieser saison richtig laune machen man merkt, dass sich im deutschen skispringen was tut, dass es vorangeht und man muss jetzt eben richie auch die zeit geben, die er benötigt, er ist ja auch erst 20!! ich glaube an ihn und seine qualitäten und er wird sich in der weltspitze über kurz oder lang festsetzen 
das ist meine meinung zum skispringen aus deutscher sicht 
|
| Mimmi | 01.01.2012 | 20:15:08 |
@ Jürgen:
Also wir wäre es denn wenn du mal anklopfst? Kannst ja scheinbar alles und weist alles.
Ich finde man soll den jungen mal eine Chance und vor allem Zeit geben. Ich finde Richi und Severin haben das Supi gemacht. Erstes mal Vierschanzentournee, dann Neujahrsspringen mit fast 12 Millionen TV Zuschauern und der Druck von allen als Mitfavourit gehandelt zu werden.
Deine blöden Sprüche braucht kein Mensch.
|
| Rudolf | 01.01.2012 | 19:51:23 |
bei der Formel1 analysiert Nicki Lauda
und jetzt beim Schispringen Toni Innauer
Michael Schumacher und Martin Schmidt, die Eure natürlichen Kommendatoren wären, wollen wohl ewig weiter machen
|
| Realist | 01.01.2012 | 18:49:44 |
@ Michael:
Wenn du reguläre Wettkämpfe willst: Mach´ doch einen Anfang und baue eine Riesen-Halle mit einer Schanze, da hat man das Wind-Problem im Griff.
|
| Realist | 01.01.2012 | 18:45:15 |
@Michael:
Na klar, wir haben alle keene Ahnung, und du bist (mindestens)Assistenztrainer im DSV oder bei den Japanern.
Harada war früher mein Lieblingsspringer, der hatte die mit Abstand beste Sprungkraft. Mit dem Telemark hatte er aber immer Probleme, auch bei weniger Weite, die Landung gehört aber zur Technik dazu. Daher würde ich ihn technisch nicht zu den besten zählen, so sehr ich ihn auch mochte.
|
| Sören | 01.01.2012 | 18:44:35 |
@Michael
Mit der Technik hast du Recht^^ Da waren die Japaner immer Spitze, besonders Harada und Funaki!
Ich finde, dass man hier auch mal Takeuchi loben sollte. Der hat auch zwei echt starke Sprünge gemacht und ist auch ein echtes Talent.
|
| Jürgen | 01.01.2012 | 18:42:05 |
Wieder nur ein blamables Ergebnis für unsere Springer. Wann bringt der Trainer endlich mal Leute, die es können? So langsam langweilt einen diese Sportart nur noch.
|