Weltcup: Severin Freund zeigte sich bei einer Pressekonferenz nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zufrieden mit seiner Platzierung. "Wenn man als Siebter rauskommt und weiß, dass man vielleicht einen Sprung versemmelt hat, dann kann man sehr zufrieden sein", spielte Freund auf seinen schwächeren Finalsprung an. Im ersten Durchgang war der 23-Jährige auf 138,5 Meter gesegelt, konnte mit 130,5 Metern im zweiten Durchgang nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. "Es war ein individueller Fehler, der halt auch passiert, weil bei mir die Spitzensprünge noch nicht so häufig waren in dieser Saison, dass sie immer abrufbar wären."
Siebter Platz bestes Ergebnis in Garmisch-Partenkirchen
Gerade in Garmisch brauche man die Steigphase nach dem Schanzentisch extrem, so Freund, vor allem für das Fluggefühl. "Wenn man im Hang einmal flach ist, dann ist es keine Schanze, bei der man noch wahnsinnig vom Hang wegfliegen kann wie zum Beispiel in Kuusamo. Dann ist es vorbei mit den Metern und so war es im Endeffekt im zweiten", erläutert Freund.
Der siebte Platz war für Freund bei weitem das beste Ergebnis in Garmisch-Partenkirchen. Zuvor war ihm nie der Sprung ins Finale gelungen, oftmals scheiterte er bereits an der Qualifikation. Dass es trotz Platz zwei nach dem ersten Durchgang nicht zu einem Podestplatz im Endergebnis reichte, erklärte Freund damit, dass es viele Springer gebe, die um das Podest mitkämpfen. Deshalb könne man keinen Platz auf dem Podest "buchen".
Nach der Pressekonferenz fuhr Freund direkt nach Innsbruck. Er möchte an dem freien Tag so weit wie möglich vom Skispringen wegkommen und etwas für seinen Körper tun, ehe am Dienstag mit dem offiziellen Training und der Qualifikation der österreichische Teil der Vierschanzentournee startet. (akl)