
In den bisherigen Wettbewerben der Vierschanzentournee wurde der Titel "Man of the Day", der den am besten platzierten nicht-vorqualifizierten Springer auszeichnet, jeweils an einen Japaner vergeben. Beim Auftaktspringen in Oberstdorf wurde Daiki Ito geehrt, beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sein Teamkollege Taku Takeuchi. Ito ist in der Tourneewertung unter die besten Drei vorgerückt und liegt nur knapp drei Punkte hinter dem zweitplatzierten Andreas Kofler. Vom viertplatzierten Thomas Morgenstern trennen ihn allerdings nur 0,1 Punkte.
Heimaturlaub und Veränderung im Trainerteam mögliche Erfolgsfaktoren
Laut dem deutschen Bundestrainer Werner Schuster haben die Japaner immer Potential gehabt, dieses aber nicht immer ausschöpfen können. Sie seien "tolle Sportler" und "extrem gefährlich", da sie leicht und sprungkräftig seien.
Zu Beginn der Saison überraschten die Springer aus dem Land der aufgehenden Sonne mit einem zweiten Platz im Teamwettbewerb von Kuusamo. Die Japaner würden meist gut in die Saison starten, so Schuster, je länger sie aber in Europa blieben, umso schlechter würden sie. "Dann geht ihnen, glaube ich, ein bisschen das Lebensgefühl abhanden", mutmaßt Schuster. "Heuer hatten sie das Glück, dass so eine lange Pause war zwischen Engelberg und der Tournee." So konnten sich die Springer einige Zeit in der Heimat erholen. Zudem sei das Trainerteam leicht verändert worden, vor allem in dem ehemaligen japanischen Skispringer Kenji Suda vermutet Schuster einen weiteren Erfolgsfaktor. "Ich hoffe, die bleiben in Europa, dann werden sie schon wieder schwächer werden", scherzt Schuster. (akl)