Weltcup: Gregor Schlierenzauer befindet sich auf dem allerbesten Weg, den Vierfach-Rekord von Sven Hannawald einzustellen und in dieser Saison den Grand Slam zu feiern. Nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen fehlen dem Tiroler noch die Siege bei den österreichischen Springen der Vierschanzentournee. Schafft er das, würde er das Rekordpreisgeld von einer Million Schweizer Franken abräumen.
Die Mehrheit der SKIJUMPING.de-Leser glaubt nicht daran, dass der Österreicher auch die letzten beiden Skispringen für sich entscheiden kann. 58,3 Prozent (Stand: 3. Januar, 11:05 Uhr) glauben laut
SKIJUMPING.de-Umfrage nicht an den Grand Slam, 41,7 Prozent tippen auf zwei weitere Siege Schlierenzauers.
Extremer fällt die Meinung der Buchmacher aus: Wer beim Wettanbieter 'bet-at-home.com' zehn Euro auf den Grand Slam von Gregor Schlierenzauer setzt, erhält aktuell 42 Euro zurück (Quote 4,20). Wer darauf setzt, dass der Tiroler dieses Kunststück nicht vollenden kann, erhält für denselben Einsatz nur 12 Euro (Quote 1,20).
Entscheidung am Bergisel?
Anderer Meinung ist Bundestrainer Werner Schuster. Der Österreicher glaubt, dass die eigentliche Entscheidung schon am Bergisel in Innsbruck fällt. "Denn seine stärkste Schanze ist ja Bischofshofen", so Schuster. "Wenn er Innsbruck noch übersteht, kann er sich aus meiner Sicht nur noch selbst ein Bein stellen. Daher, denke ich, sind die Chancen groß."
Thoma sieht Rekordpreisgeld als Hindernis
ARD-Skisprungexperte Dieter Thoma denkt dagegen, dass gerade das Rekordpreisgeld hinderlich sein könnte. "Ich denke kaum, dass es dem Sportler hilft, wenn er zuvor schon drei Springen gewonnen hat", äußerte sich Thoma gegenüber SKIJUMPING.de. "Nicht unbedingt weil er ans Geld denkt, sondern darauf immer angesprochen wird." (mrs)