Weltcup: Bei einem denkwürdigem Wettbewerb holt Andreas Kofler im ausverkauften Bergisel-Stadion vor 22.500 begeisterten Zuschauern den Sieg beim dritten Skispringen im Rahmen der Vierschanzentournee. Mit Weiten von 130,5 und 131,5 Metern und 252,8 Punkten vermiest der ÖSV-Skispringer seinem Teamkollegen Gregor Schlierenzauer (247,6 P.) den Grand Slam und die Chance auf das Millionpreisgeld. Ein sichtlich enttäuschter Schlierenzauer belegt mit 130,5 und 123 Metern den zweiten Platz vor Taku Takeuchi (131,5 und 124 m; 246,7 P.) aus Japan.
Auch in Innsbruck hatte man wieder mit stark wechselhaften Bedingungen zu kämpfen. Zwar waren die Windstärken faktisch nicht allzu stark, doch das Wechseln von Auf- und Rückenwind sorgte für Nachteile für einzelne Athleten. Davon betroffen war beispielsweise auch der Deutsche Severin Freund, der bei schwierigen Bedingungen keinen überzeugenden Sprung zeigen konnte. Von Platz 27 nach dem ersten Wertungsdurchgang konnte er sich noch auf Position 21 steigern. Der Bayer musste so einen erheblichen Rückschlag in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee einnehmen, wo er aktuell den sechsten Platz belegt und seine Podestambitionen aufgeben muss.
Freitag und Ito ohne Chance, Jury mit denkwürdiger Entscheidung
Besonders viel Pech hatte unterdessen Daiki Ito. Der Japaner musste im zweiten Wertungsdurchgang bei starkem Rückenwind vom Bakken und kam über 91,5 Meter nicht hinaus – die Tournee-Gesamtwertung ist damit für ihn gelaufen, der 26-Jährige fällt vom aussichtsreichen dritten Rang auf Position acht zurück. Ähnlich erging es zuvor auch Richard Freitag (12.), der nach 114 Metern zur Landung ansetzte und trotz eines guten Sprungs keine Chance hatte, auf eine ordentliche Weite zu kommen.
Die Jury legte eine kurze Unterbrechung in Anbetracht einer nahenden Schneewolke ein, schickte dann aber Andreas Kofler bei besten Bedingungen vom Bakken. Der Tiroler nutzte die Bedingungen aus, segelte auf 131,5 Meter und und holte sich so nach dem vierten Platz im ersten Durchgang noch den Sieg. Zuvor musste sich der Tiroler im K.o.-Duell gegen Kamil Stoch geschlagen geben, der im zweiten Durchgang bei schwierigen Bedingungen über 108 Meter nicht hinauskam. Der Pole fiel von der Führungsposition nach dem ersten Durchgang so noch auf Platz neun zurück.
Alle DSV-Skispringer im zweiten Durchgang
Aus deutscher Sicht konnte vor allem Maximilian Mechler nach der guten Leistung am Vortag überzeugen, ist mit Platz sieben bester Deutscher des heutigen Tages. Michael Neumayer schaffte es auf einen ebenfalls starken achten Rang. Richard Freitag (12.), Stephan Hocke (18.) und Severin Freund (21.) komplettieren ein mittelmäßiges Ergebnis der deutschen Mannschaft, der weiterhin eine Top-Platzierung bei dieser Vierschanzentournee fehlt.
Gesamtwertung: Schlierenzauer weiterhin klar in Führung
In der Tournee-Gesamtwertung führt weiterhin Gregor Schlierenzauer. Mit 805,4 Punkten besitzt der 21-Jährige noch einen komfortablen Vorsprung, musste im Kampf gegen seinen Teamkollegen Andreas Kofler (788,4 P.) heute aber wertvolle Punkte einbüßen. Mit Thomas Morgenstern (769,3 P.) komplettiert ein weiterer Österreicher ein starkes Mannschaftsergebnis.
Weiter geht es für die Athleten am morgigen Donnerstag in Bischofshofen. Ab 14:30 Uhr steht das offizielle Training an, um 16:30 Uhr die Qualifikation (alle Sprünge bei SKIJUMPING.de live). Die Athleten reisen bereits am heutigen Abend ins etwa 200 Kilometer entfernte Bischofshofen. (mrs)
Foto: skijumping.pl
| Realist | 05.01.2012 | 16:50:16 |
Auf Zakopane dieses Jahr bin ich eben auch aus diesem Grund gespannt.
Zumal die Schanze eine ist, die den ÖSV-Athleten immer gelegen ist.
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| markus | 05.01.2012 | 16:11:40 |
@realist:die polen sind jetzt sicher so sauer, dass die ösv-springer in zakopane ausgebuht werden, so wie sie es damals gemacht haben, als deutschland adam den sieg weggenommen hat.
damals ist adam eingeschritten und hat ein machtwort gesprochen, dass das so nicht geht und absolut unsportlich ist.
das publikum hat gehorcht und ab dem zeitpunkt auch anderen nationen gebührend respekt gezollt.
nur,kein adam mehr und ich fürchte, die ganze szenerie wird sich wiederholen.
bin schon gespannt, ok wäre es nicht ,da die springer selbst wirklich nichts dafür können.
vielleicht täusche ich mich ja, aber wenn man nach den erbosten reaktionen in polen geht, dann könnte das durchaus passieren.
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| Marcel | 05.01.2012 | 13:04:29 |
Gratulation an die beiden Stubaier... )
Und Gratulation an Schlierenzauer, bei der Seitenböhe... :O Da hätte es ihn leicht auch dort runterholen können wo Stoch gelandet ist...
Es wird nie ein richtig faires Skispringen geben! Stellt euch drauf ein, es ist eine Freiluftsportart und da kann immer alles passieren...
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| Realist | 05.01.2012 | 09:42:41 |
an viele hier:
Regt euch nicht auf über (Grzegórz) Latos Kommentare:
Viele Polen definieren ihren Nationalstolz über Sport (Robert Kubica, Adam Malysz, ..), bes. über Skispringen.
("Nationalsport Skispringen" in Polen: Konsumation von viel Alkohol an der Schanze oder vor dem Fernseher - klar, dass objektive Beobachtungsfähigkeiten getrübt sind; aber auch ohne Alkohol wird die "nationale Brille" viel mehr getragen als in Deutschland oder Österreich)
Im Vergleich zu gewissen Extrem-Äußerungen in polnischen Medien ist die Diskussion hier mehr als flau.
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| AdlerHorst | 05.01.2012 | 08:27:07 |
Das wird wohl nix mehr in B'hofen, heftiger Sturm bis hin zum Orkan die nächsten Tage. Rechne stark mit einer Absage.
Das wäre ja bitter gewesen für Schlierenzauer, hätte er in Innsbruck gewonnen und dann gibt es kein 4 Springen mehr.
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| Guru | 04.01.2012 | 23:45:46 |
Wenn sich 2 streiten,
freut sich der 3te. -->
---> der Maddin wirds machen.
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| tja.. | 04.01.2012 | 23:36:31 |
@sss: fair wars eh nicht in vancouver. oder willst du abstreiten, dass die bindung sehr viel vorsprung bringt?
oder haben nur aus spass alle nachgerüstet?
simmi kann man keinen vorwurf machen, aber die fis hat mit der zulassung dem adam die goldene gestohlen.
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| krshj | 04.01.2012 | 23:25:06 |
Simi wird die VST gewinnen und dann....oh warte, wird er nicht 
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| sss | 04.01.2012 | 23:20:45 |
Simi wird skiflug-Weltmeister und dann reden die Ösis wieder Unsinn ... da war nicht fair die Bedingungen blablabla
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| barbara | 04.01.2012 | 21:20:28 |
die tournee steht heuer einfach unter keinen gutem stern.
irgendwie zieht sich das schon bei allen springen der saison durch wie ein roter faden.
ausser in garmisch gabs nicht wirklich viele springen seit kuusamo wo es ganz fair zuging.
CMY
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