Weltcup: Für das anstehende erste Weltcup-Wochenende der Skispringerinnen in Deutschland schickt der DSV zwölf Athletinnen ins Rennen. Bundestrainer Andreas Bauer nominierte für die zwei Bewerbe in Hinterzarten am Samstag und Sonntag aus dem derzeitigen Weltcup-Kader Melanie Faißt, Ulrike Gräßler, Anna Häfele, Jenna Mohr, Juliane Seyfarth sowie Katharina Althaus. Außerdem wird mit Lucienne Höppner, Anna Rupprecht, Ramona Straub, Svenja Würth, Carina Vogt und Veronika Zobel eine nationale Gruppe an den Start gehen.
Andreas Bauer: "Hinterzarten liegt uns"
Nachdem das ursprünglich für Freitag angesetzte erste Springen in Schonach wegen Schneemangels abgesagt werden musste, freut sich Bauer über die kurzfristige Verlegung nach Hinterzarten: "Die Weltcup-Pause zwischen dem Auftakt in Lillehammer und jetzt war relativ lang, daher ist es schön, dass beide Heimweltcups realisiert werden können. Vor Weihnachten und nach den Feiertagen hat sich unsere Mannschaft in Seefeld vorbereitet. Dort konnten wir auf einer HS-108-Schanze trainieren, was uns in Hinterzarten zugute kommen sollte", so der Bundestrainer. Mit der dortigen Rothaus-Schanze seien seine Athletinnen aus zahlreichen Trainingslehrgängen und Sommer-Continentalcupspringen bestens vertraut.
Ziel: Erstmal nur Top-15-Platzierungen
Trotz des starken dritten Ranges von Melanie Faißt beim ersten Weltcupspringen in Lillehammmer im vergangenen Dezember bleibt Bauer jedoch bescheiden, was die Erwartungshaltung für Hinterzarten betrifft: "Unser Ziel ist es, uns mit zwei bis drei Springerinnen in den Top-15 zu positionieren und ein gutes Team für die WM 2013 in Val die Fiemme und für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi zu formen. Dabei haben die Nachwuchsathletinnen in Hinterzarten die Chance, sich zu präsentieren, und ich würde es begrüßen, wenn die ein oder andere Aktive den Sprung in den Weltcup-Kader schaffte. Dann wäre das Damen-Skisprung-Team mit Arrivierten und Youngsters gut aufgestellt", sagt Bauer.
Juliane Seyfarth: Das Resultat von Lillehammer wiederholen
Auch Juliane Seyfarth schließt sich der Zielsetzung ihres Trainers an: "In Lillehammer war ich 15., in Hinterzarten strebe ich wieder eine Platzierung unter den besten 15 an. Die Pause zwischen den Weltcup-Einsätzen habe ich genutzt, um viele Trainingssprünge zu absolvieren und nochmal an meiner Technik zu arbeiten. Ich springe gerne in Hinterzarten, denn hier kommt man prima ins Fliegen", freut sich Seyfarth auf das Weltcup-Wochenende. Zwar sei für die Springerinnen in dieser ersten Damen Weltcup-Saison der Skisprung-Geschichte jeder Wettkampf etwas Spezielles, aber: "Ein Heimspringen motiviert uns natürlich umso mehr." (jar)