
Kamil Stoch ist zufrieden mit seinem Abschneiden bei der Vierschanzentournee, die er auf Rang acht des Gesamtklassements beendete. Auch wenn die Hoffnungen im Vorfeld größer waren, schätzt er seine Leistung als solide ein. Dennoch sei der Druck durch die Medien nicht ohne Einfluss auf die Ergebnisse bei der Tournee gewesen. "Ich habe das Interesse an meiner Person schon gemerkt, vor allem in Oberstdorf. Ich war da erstmals mit so einer Situation konfrontiert, dass mir die Kamera überallhin gefolgt ist, womit ich nicht ganz klargekommen bin. Dies war sicher eine sehr gute Erfahrung und in der Zukunft wird es leichter sein, damit umzugehen", gesteht der 24-Jährige in einem Interview mit polnischen Journalisten. Nun blicke er aber mit positiver Energie auf die nächste Etappe im Weltcup.
Traum vom Skiflugweltrekord
Zu seiner Freude stünden nun Wettkämpfe auf immer größeren Schanzen vor der Tür, so Stoch. Nicht nur bei seinem Heimweltcup in Zakopane wolle er voll angreifen. Auch auf das Skifliegen am Kulm am kommenden Wochenende freue er sich sehr. "Am Kulm werde ich den polnischen Landesrekord sicherlich nicht knacken können, dafür ist die Schanze zu klein. Aber ich muss natürlich zugeben, dass ich nicht nur den Landesrekord, sondern auch den Skiflugweltrekord gerne hätte." In Anbetracht dieser hohen Ziele bleibt der polnische Hoffnungsträger aber realistisch und gibt selbst zu, nicht zu den besten Skifliegern zu gehören.
Saisonziel: Mindestens Rang sechs in der Weltcupwertung
In den kommenden Wettkämpfen der Saison will sich Stoch dennoch steigern und das Gesamtklassement des Weltcups mindestens als Sechster beenden. "Jetzt will ich mich darum bemühen, im Weltcup Stück für Stück an die Spitze zu kommen. Ich habe noch einige Jahre meiner Springerlaufbahn vor mir und werde in diesem Winter sicher viel für die Zukunft lernen. Mein Ziel für diese Saison ist Rang sechs im Gesamtklassement. Wenn es besser wird, werde ich mich natürlich sehr freuen", gibt der Pole zu. (abr)