Continentalcup: Österreich zum Zweiten. Wie am gestrigen Samstag konnte Manuel Fettner auch den heutigen Wettkampf für sich entscheiden. Mit Weiten vom 136 und 133,5 Metern (263,6 P.) ließ er die Konkurrenz hinter sich. Rang zwei belegte der Tscheche Antonin Hajek (132,5 und 131 m; 249,8 P.) vor dem Norweger Andreas Stjernen (134 und 127,4 m; 245,2 P.). Auch einige der deutschen Springer zeigten heute einen sehenswerten Wettkampf.
In Abwesenheit der Top drei des Continentalcups, Michael Hayböck, Kenneth Gagnes und Atle Pedersen Roensen, die alle drei beim Skifliegen am Kulm waren, konnte sich Fettner erneut durchsetzen. Er war damit aber auch der einzige Österreicher, der an diesem Tag überzeugen konnten. Seine Teamkollegen landeten entweder im letzten Drittel der besten 30 oder schieden bereits nach dem ersten Durchgang aus.
Fettner mit Tagesbestweite
Bereits im ersten Durchgang setzte sich der Österreicher an die Spitze. Mit 136 Metern, der Tagesbestweite, lag er nur knapp vor Jaka Hvala, der sich mit einem Rückstand von 2,3 Punkten hinter Fettner platzierte. Einen tollen Sprung zeigte auch der Japaner Kenshiro Ito. 130 Meter reichten im Gegensatz zum gestrigen Wettkampf nicht nur fürs Finale sondern sicherten dem Asiaten auch eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Insgesamt wurde den Zuschauern ein hochwertiger erster Durchgang geboten. Acht Athleten schafften den Sprung über die 130-Metermarke. Gestern brachten dieses „Kunststück“ nur zwei Springer zu Stande.
Hvala stürzt im zweiten Durchgang ab
Der slowenische Springer Hvala konnten seinen tollen ersten Sprung nicht wiederholen. Nach 135 Metern im ersten Durchgang machte er einen Hüpfer auf 116 Meter und landete damit abgeschlagen auf dem 22. Platz. Dies war umso erfreulicher für den Tschechen Hajek, der sich noch von Rang vier auf den zweiten Platz vorschieben konnte. Der Vierte in der Gesamtwertung der Continentalcups, Stjernen, nutze die Abwesenheit der Topspringer aus und sammelte auf Rang drei wichtige Punkte. Nach dem heutigen Springen konnte er sich bis auf zwei Punkte an den Drittplatzierten Roensen heranschieben.
Fünf Deutsche im Finale
Von den sechzehn gestarteten deutschen Springern schafften nur fünf den Einzug ins Finale – einer mehr als am gestrigen Samstag. Für David Winkler begann das Springen besonders vielversprechend. Der Springer vom SK Winterberg reihte sich mit einer Weite von 129,5 Metern auf dem neunten Rang ein. Im zweiten Durchgang sprang er nur einen Meter kürzer und belegte damit einen tollen fünften Platz. Auch Felix Schoft (13.), Danny Queck (9.) und Stephan Leyhe (17.) zeigten eine konstante Leistung. Die drei landeten in beiden Durchgängen jeweils über dem K-Punkt. Queck schob sich nach einem 130 Meter-Sprung von Platz 14 noch auf Rang neun vor. Michael Dreher (29.) landete im hinteren Feld des Finaldurchgangs.
Tobias Bogner (38.), Kevin Horlacher (41.), Pascal Bodmer (51.), Jan Mayländer (52.), Marinus Kraus (53.), Tobias Lugert (56.), Felix Brodauf (60.), Niclas Wangler (65.) und Florian Menz (66.) verpassten den Sprung unter die besten 30. Zwei Deutsche traf es besonders bitter. Sowohl Tobias Löffler als auch Jonas Faller wurden disqualifiziert. Auch der Amerikaner Anders Johnson sowie der Österreicher Christoph Stauder durften wegen eines Regelverstoßes nicht am zweiten Durchgang teilnehmen. (aat)
Foto: Tadeusz Mieczynski