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Skispringen Kornspitz



Bardal gewinnt am Kulm - Schlierenzauer disqualifiziert

Weltcup: Anders Bardal konnte das zweite Skifliegen am Kulm am Sonntag für sich entscheiden. Mit Weiten von 197,5 und 183,5 Metern erzielte der Norweger 364,9 Punkte und verwies damit den starken Japaner Daiki Ito (209 und 171,5 m; 363,3 P.) auf den zweiten Platz. Rang drei belegt Kamil Stoch (358,2 P.) aus Polen mit Weiten von 191,5 und 181,5 Metern.

Nach Top-Weiten im ersten Durchgang bekamen die etwa 30.000 Zuschauer im Finale deutlich kürzere Sprünge zu sehen. Der leichte Rückenwind sorgte für stellenweise extrem kurze Sprünge, so dass Janne Happonen aus Finnland beispielsweise nicht über 107 Meter hinauskam. Dennoch konnte insgesamt ein fairer und sicherer Wettkampf ausgetragen werden, der von wechselhaften Bedingungen geprägt war.

Schlierenzauer schließt Sprunganzug mit Klebeband

Zu einer kuriosen Situation kam es im Finaldurchgang, als Gregor Schlierenzauer als vorletzter Springer mit einem Materialproblem zu kämpfen hatte. Der Reißverschluss am Sprunganzug des Tirolers war defekt, so dass er diesen mit Sicherheitsnadeln und einem Klebeband schließen musste. Der Start erfolgte "unter Vorbehalt", d.h. eine nachfolgende Disqualifikation wäre wegen irregulärem Material möglich gewesen. Und genau so kam es: Materialkontrolleur Sepp Gratzer begleitete Schlierenzauer in den Container, wo eine kurze Materialkontrolle erfolgte, ehe er disqualifiziert wurde. "Anzug von Schlierenzauer nicht regelkonform", lautete die Info im Jury-Funk.

Das ist bitter für den Tiroler: Trotz des Malheurs behielt Schlierenzauer die Nerven, zeigte im zweiten Durchgang den weitesten Satz und hätte den Wettkampf klar für sich entschieden. Der Materialdefekt kostete Schlierenzauer somit letztendlich den Sieg.

Deutschland: Nur Eisenbichler verpasst zweiten Durchgang

Besser als noch am Vormittag lief es für den Deutschen Skiverband. Aus der Mannschaft von Bundestrainer Werner Schuster konnten sich mit Ausnahme des Skiflug-Debütanten Markus Eisenbichler (50.) alle für den zweiten Wertungsdurchgang qualifizieren. Mit Weiten von 192,5 und 173,5 Meter kam Severin Freund als bester Deutscher auf Platz neun. Direkt dahinter platzierte sich Richard Freitag, der nach der schwachen Leistung am Morgen diesmal mit Rang zehn überzeugen konnte. Michael Neumayer (16.), Maximilian Mechler (17.) und Andreas Wank (20.) komplettieren das ordentliche Mannschaftsergebnis.

Österreich kann nicht überzeugen

Mannschaftlich stark präsentierte sich einmal mehr das Team aus Norwegen. Wie schon beim ersten Wettbewerb am Sonntag zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Stöckl eine ansprechende Leistung. Auch wenn sich diesmal, abgesehen vom Sieger Anders Bardal, niemand unter den Top Ten platzieren konnte, brachte man gleich sechs Athleten in den Finaldurchgang.

Weniger gut lief es für die Gastgeber aus Österreich: Abgesehen vom disqualifizierten Gregor Schlierenzauer konnte nur Thomas Morgenstern als Vierter überzeugen. Die übrigen ÖSV-Adler verpassten Top-Platzierungen unter den besten Zehn.

Weiter geht es für die Athleten am kommenden Wochenende im polnischen Zakopane. Bereits am Donnerstag steht das Training und die Qualifikation auf dem Programm, bevor am Freitag und Samstag jeweils ein Weltcup-Skispringen ausgetragen werden. (mrs)

Foto: Tadeusz Mieczynski



veröffentlicht: 15.01.2012

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Übersicht der bisher geschriebenen Kommentare:

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annap_97 | 16.01.2012 | 19:45:15

@Kathi

Ja, seine Ehrlichkeit - auch gegenüber der Presse - finde ich echt klasse.


Sebastian | 16.01.2012 | 14:44:31

@mf: ich wollte nochmal auf deinen Beitrag auf Seite 7 zurückkommen, der wohl leicht untergegangen ist, wo ich doch leicht den Kopf schüttelen musste. Nicht falch verstehen, ich bin auch stolzer deutscher, aber Morgenstern ist völllig zurecht nur einen Punkt hinter Freitag gewesen. Mit selben Verhältnisen währe er wohlmöglich noch weiter geflogen als freitag und währe vor ihm gelandet. Gerade im skifliegen macht der wind logischerweise enorm viel aus, weil noch extrem größere Streung da ist. Das solltest auch du gestern gesehen haben. ALs auf einmal der Aufwind weg war und alle ca 50 Meter kürzer waren, als im 1 Durchgang. Also nix da im Skifliegen abschaffen, gerade im Skifliegen brauchen wir sie!


Kathi | 16.01.2012 | 14:19:38

Wenn es ihm zu viel wird, dann soll er einfach die Dinge mal für diese Woche basagen und sich ein bisschen Ruhe gönnen...

Obwohl, ich denke, dass der Sponsor da auch noch mitreden kann, wird...

Es war wirklich gut, dass er so ehrlich war und gesagt hat, dass es ihm zu viel wird...


viv | 16.01.2012 | 14:09:44

@ES: Ich denke, seine familie war jetzt nur bei den heimbewerben dabei; sonst wohl eher nicht. Ich glaub auch, dass er in einem alter ist, wo man auf eine aufpassende mama schon mal ganz gut verzichten kann, so was zu schreiben animiert nur wieder die "sissy"-schreier. ;) = Zwinker
Ich denke, dass der größte medienrummel jetzt vorbei ist. Seine ang'fressenheit gestern war wohl eher darauf zurückzuführen, dass die orf-leute ihn mehr oder weniger genötigt haben, noch den termin in der "sport am sonntag"-sendung zu machen, statt ihn heimfahren zu lassen. Sorgen mach ich mir keine, ärgerlich ist die mangelnde sensibilität der journalisten aber schon.


barbara | 16.01.2012 | 12:55:42

@ES: nein, in panik braucht man auch nicht zu verfallen. ich

denke,vorallem,dass es wichtig war, dass er es selbst erkannt und sich auch eingestanden hat, dass es ihm zur zeit zu viel ist. nun kann man handeln, das wird auch passieren.

und da jetzt die heimischen bewerbe vorbei sind wird ja der ganz rummel um vieles weniger.


ES | 16.01.2012 | 12:41:19

Eine Sache ist, ob man grundsätzlich in Sorge ist ob der massiven Aufmerksamkeit und der Frage, was das mit einem jeden Menschen macht - eine andere ist, ob man in Panik verfällt. Letzteres tue ich auch nicht, alldieweil ich die Rahmenbedingungen im österreichischen Team für optimal darauf abgestimmt halte. Außerdem ist seine Familie ständig dabei - die Mutter würde schon intervenieren wenn es Grund dazu gäbe. Da sind viele kompetente Leute nah dran...


Susi | 16.01.2012 | 08:36:58

Also ich glaube, dass viele sich hier zu viele Sorgen um den Gregor machen. Natürlich steht er immmer im Mittelpunkt und jeder seiner Schritte wird verfolgt, aber ich glaube schon, dass er damit umgehen kann. Und wenn er seine Ruhe braucht, dann wird er sie sich nehmen. Aber gleich zu meinen, er wäre nervlich am Ende oder so, finde ich ein wenig übertrieben.


markus | 16.01.2012 | 00:46:31

@fred: schlierenzauer hat nie etwas gegen die fans gesagt, sondern nur über den medienrummel.

und der ist unumstritten, wie auch schon einige experten vor zwei jahren anmerkten, bei keinem springer so gross wie bei schlierenzauer und das kann auch ins auge gehen-er wäre nicht der erste.

denn auch wenn er nicht gewinnt, stürzen sich alle auf ihn, oder alles schaut auf ihn, wie er in gewissen situationen reagiert.

und wenn man den riesen hpye mitbekommt- ich erinnere an wien damals, als die springer eine autogrammstunde gaben-das war, als wär robbie williams und justin bieber auf einmal zu besuch- das ist einfach extrem.

bedenkte, dass hat nichts mir arm zu tun, das sind tatsachen.

schlierenzauer war mit seinen 16 jahren damals schon im mittelpunkt, das hat sich bis heute nicht geändert und der hype dauert nun schon 6 jahre.

und seit der tournee ist dieser noch grösser geworden.

alleine an reaktionen von gewissen postern hier-auch an deiner-sieht man, wie sehr er im mittelpunkt der aufmerksamkeit steht.

dass das einmal zu viel wird ist auch klar. aber über fans, hat er sich nicht beschwert, im gegenteil, er meinte-auch immer wieder angemerkt in seinen diversen blogs-dass er für die enorme unterstützung extrem dankbar ist.

das hat er sehr wohl unterschieden.


Fred | 16.01.2012 | 00:20:27

Also ich schreib hier ja sonst immer sachliche Kommentare, aber diesmal diesmal muss mein Beitrag mal etwas überspitzt sein: Och der arme Schlieri!!! Jetzt ist da auch noch der böse Medienrummel. Nicht nur die bösen Leute, die immer auf ihm rumhacken, sondern auch die Fans etc. Also ihr hier, die ihr ihn anbetet. Wenn es ihm zu viel wird, muss er sich halt mehr aus der Öffentlichkeit zurückziehen, weniger Interviews geben, nicht noch ne eigene Modelinie rausgeben etc. Aber schließlich profitiert er ja auch von dem ganzen Rummel. Oder er müsste einfach schlecht springen, dann lässt der Hype bestimmt auch nach.
P.S. Bleibt entspannt liebe Schlierenzauer-Fans


markus | 15.01.2012 | 23:35:16

@ES: noch nicht, kommt sicher noch.

ja, sorge mache ich mir auch, nicht wegen der sache heute-das hat er abgehackt und sehr gut reagiert.

aber wie auch andere hier bemerkt haben-er ist fertig mit den nerven.

auch für mich eine frage der zeit, kein springer steht so im focus der öffentlichkeit.

ich hoffe, er zieht sich jetzt etwas zurück. dieser hype hat nicht erst einmal sportler kaputt gemacht.

wäre ewig schade.


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Weltcup 2011/2012 (M)
01
Bardal
1325 P.
02
Schlierenzauer
1267 P.
03
Kofler
1203 P.
04
Ito
1131 P.
05
Stoch
1078 P.
06
Freitag
1031 P.
07
Morgenstern
1014 P.
08
Freund
857 P.
09
Kranjec
829 P.
10
Koudelka
796 P.

Nationencup 2011/2012 (M)
01
Österreich
6935 P.
02
Norwegen
4530 P.
03
Deutschland
4353 P.
04
Slowenien
3412 P.
05
Japan
2827 P.
06
Polen
2638 P.
07
Tschechien
2178 P.
08
Russland
918 P.
09
Schweiz
753 P.
10
Finnland
611 P.

Weltcup 2011/2012 (F)
01
Hendrickson
1169 P.
02
Iraschko
779 P.
03
Takanashi
639 P.
04
Gräßler
546 P.
05
Van
482 P.
06
Sagen
454 P.
07
Pozun
422 P.
08
Faißt
409 P.
09
Jerome
395 P.
10
Mattel
328 P.

Continentalcup 2011/2012 (M)
01
Stjernen
1017 P.
02
Gangnes
899 P.
03
M. Hayböck
834 P.
04
Mandl
684 P.
05
Meznar
606 P.
06
Naglic
597 P.
07
Loitzl
570 P.
08
Johansson
559 P.
09
Ingvaldsen
549 P.
10
Swensen
542 P.

Continentalcup 2011/2012 (F)
01
Iraschko
440 P.
02
Hendrickson
420 P.
03
Vtic
256 P.
04
Takanashi
220 P.
05
Rogelj
211 P.
06
Pozun
206 P.
07
Bogataj
182 P.
08
Seifriedsberger
152 P.
09
Vuik
139 P.
10
Sagen
136 P.

Sommer-Grand-Prix 2011
01
Morgenstern
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Stoch
505 P.
03
Hilde
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Schlierenzauer
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Zyla
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Takeuchi
281 P.
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