Der ehemalige tschechische Skispringer Jiri Raska verstarb heute nach langer Krankheit zwei Wochen vor seinem 71. Geburtstag. Raska ging in die Geschichte ein, als er bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble 1968 Gold von der Normalschanze und Silber von der Großschanze gewann. 1970/71siegte er bei der Vierschanzentournee, zuvor hatte er sich zweimal dem Norweger Björn Wirkola geschlagen geben müssen und war beim Sieg von Horst Queck Vierter geworden.
"Es ist ein großer Verlust für den tschechischen Sport", sagte der Vorsitzende des nationalen Olympischen Komitees, Milan Jirasek, gegenüber 'sport.cz'. "Jiri Raska war eine Legende, da er als erster Tscheche Gold bei den Olympischen Winterspielen gewann."
Zakopane: Tschechen tragen Trauerflor
Auch in Zakopane, wo heute Nachmittag ein Weltcupspringen auf dem Programm steht, wurde die Nachricht mit Betroffenheit aufgenommen. "Jiri Raska war eine große Ikone, die Nachricht von seinem Tod hat mich sehr mitgenommen", so Jakub Janda. Er und seine Teamkollegen Roman Koudelka, Lukas Hlava und Borek Sedlak wollen heute mit Trauerflor starten. "Ein großer Springer und toller Kerl ist von uns gegangen", so David Jiroutek, aktueller Cheftrainer der tschechischen Mannschaft, der früher auch Raskas Enkel, Jan und Jiri Mazoch, betreute.
"Franta" – wie Jiri Raska genannt wurde – hatte im Oktober des vergangenen Jahres eine
Verdienstmedaille für seine großen Erfolge erhalten. (akl)