Continentalcup: Beim zweiten Continentalcup-Springen am diesem Wochenende im polnischen Zakopane konnte die Österreicherin Daniela Iraschko mit viel Glück den Tagessieg am Samstag einfahren. Mit Weiten von 91 und 83,5 Metern und 215 Punkten lag sie nur einen halben Punkt vor ihrer schärfsten Konkurrentin Sarah Hendrickson aus den USA (79,5 und 86,5 m; 214,5 P.). Vervollständigt wird das Podest von Ema Klinec aus Slowenien (81 und 76,5 m, 198,5 P.).
Iraschko springt Bestweite - und greift in den Schnee
Für die Österreicherinnen hätte dieser Wettkampf leicht eine Enttäuschung werden können. Nachdem bereits Jacqueline Seifriedsberger auf den Start verzichtet hatte, sprang Daniela Iraschko mit 91 Metern zwar klar die Tagesbestweite, jedoch konnte sie den Sprung nicht sauber stehen und wurde von den Kampfrichtern als gestürzt bewertet. Sie verletzte sich dabei leicht an der Hand. Dennoch, über die Weitenpunkte gelang ihr die knappe Führung zur Pause, dicht gefolgt von der Slowenin Ema Klinec und der Französin Coline Mattel, die beide punktgleich auf dem zweiten Platz lauerten.
Hendrickson schwächelt zunächst
Die Topfavoritin Sarah Hendrickson zeigte im ersten Sprung eine kleine Schwäche und fand sich nur auf dem vierten Rang wieder. Hinter ihr tummelten sich gleich drei weitere US-Amerikanerinnen, die heute mit vier Springerinnen in den Top-Ten erneut eine perfekte Mannschaftsleistung abgeliefert hatten. Hendrickson konnte sich nach dem schwächeren ersten Versuch dann letztlich noch auf den zweiten Platz schieben und lag so am Ende nur hauchdünn hinter Iraschko, die von der Handverletzung beeinflusst beim zweiten Sprung nicht an ihre erste Weite herankommen konnte. Die beiden springen derzeit in ihrer eigenen Liga. Zwar lieferten sich Ema Klinec und Coline Mattel ebenfalls ein spannendes Duell um Rang drei, jedoch fand dieses etwa 17 Punkte weiter hinten statt. Klinec setzte sich letztlich mit ebenfalls nur einem halben Punkt durch und sicherte sich den dritten Stockerlplatz.
Frankreich und Finnland mit Pech
Auch die zweite Französin Julia Clair, die zur Pause noch auf Rang acht lag, ließ am Ende Federn und fand sich auf Rang 14 wieder. Die bereits gestern stark springende Tschechin Lucie Mikova präsentierte sich auch heute wieder in sehr guter Verfassung und bewies mit einem starken achten Rang, dass ihr die Anlage in Zakopane sehr zu liegen scheint. Anders als die beiden Finninnen Kykkänen und Kaverinen, die heute als 21. und 22. nur unter ferner liefen platziert sind. Die deutsche und die norwegische Mannschaft waren an diesem Wochenende nicht am Start.
Nächste Station wird das österreichische Hinzenbach sein, wo am am 04. und 05. Februar der nächste Wettbewerb im Rahmen des Weltcups ausgetragen wird. (ssa)
Foto: Tadeusz Mieczynski