
Mit ihrem Sieg beim Continentalcup in Zakopane konnte Daniela Iraschko auch die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. Auch im Weltcup der Damen liefert sie sich aktuell einen heißen Kampf mit der US-Amerikanerin Sarah Hendrickson, die in der seperaten Wertung aktuell allerdings deutlich vor ihr liegt. Trotz einer Handverletzung, die sie sich im ersten Wertungsdurchgang zugezogen hatte, gewann sie knapp vor Hendrickson. Im Interview mit der SKIJUMPING.de-Redakteurin Anna Baumgartner spricht Iraschko über ihr Abschneiden in Zakopane und wie sie trotz ihrer lädierten Hand beim Heimspringen im österreichischen Hinzenbach wieder voll angreifen wird.
Daniela, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Wochenende. Wie sind deine Eindrücke nach den Wettbewerben in Zakopane?
Daniela Iraschko: In Zakopane ist es immer lässig zu springen, das macht einen riesen Spaß. Die Polen sind eh ein skisprungfanatisches Volk. Die Schanzen sind allerdings nicht die einfachsten, haben einen merkwürdigen Rhythmus. Heute ist es mir gelungen, das Timing hinzukriegen. Nur bei der Landung muss ich mich noch zusammenreißen.
Im ersten Durchgang hast du dich an der Hand verletzt. Ist ansonsten alles in Ordnung?
Iraschko: Wir müssen uns das jetzt in Österreich genau anschaun, aber ich bin ganz zuversichtlich. Aber wenn da jetzt was ist, schadet es ja zum Glück nicht, denn die Hand brauche ich ja nicht zum Skispringen.
Deine Teamkollegin Jaqueline Seifreidsberger ist nicht gestartet. Was war los?
Iraschko: Jaqueline hatte sich leicht am Schienbein verletzt. Keine ganze Platzwunde, aber der Druck beim Sprung wäre zu groß gewesen und somit ist das Risiko für eine längere Pause da gewesen. So sollte es aber schnell wieder gut sein.
Hat es eine Bedeutung für die Springerinnen, dass die Wettbewerbe in Zakopane als Ersatz für die Weltcups in Szczyrk nur als Continentalcups ausgetragen wurden?
Iraschko: Wie waren alle zufrieden, dass überhaupt ein Ersatz eingeplant wurde. Wir haben ja nicht so viele Wettkämpfe und in Zakopane zu springen, ist mit dem Publikum und dem Medieninteresse vor Ort super. Es waren allerdings nicht alle am Start, wie zum Beispiel die Deutschen oder Italienerinnen, sonst wäre die Dichte sicher noch größer gewesen. Aber Sarah Hendrickson war ja da und so waren es super Wettkämpfe.
Bei der Pressekonferenz hast du gesagt, dass du Sarah im Weltcup diesen Winter sicher nicht mehr einholen kannst. Sie meinte wiederum, es wäre noch alles offen. Könnte dein Heimvorteil bei den nächsten Weltcups in Hinzenbach bei der Aufholjagd helfen?
Iraschko: In Hinzenbach habe ich natürlich immer Heimvorteil und da freue ich mich sehr auf das Springen. Und wenn ich mich jetzt an der Hand verletzt haben sollte, dann lass ich es ruhiger beim Absprung angehen - dann spring ich noch besser. (lacht)
Vielen Dank und alles Gute!
Foto: ÖSV/mirjageh.com