Weltcup: Martin Schmitt wird nicht wie geplant in Sapporo wieder in den Weltcup einsteigen. "Bisher ließ mein Knie leider noch keine höheren Belastungen zu. Neben den physiotherapeutischen Behandlungen arbeitete ich im Bereich Rumpfstabilität und Koordination", erläutert Schmitt. "Ich hoffe, in dieser Woche das Athletiktraining aufnehmen zu können. Sobald dies uneingeschränkt möglich ist, werde ich wieder ins Sprungtraining einstiegen. Mein Ziel ist es, bis zur Team-Tour wieder fit zu sein."
Wettkampfpause für Mechler
Bundestrainer Werner Schuster nominierte für die Reise nach Japan mit Severin Freund, Richard Freitag, Michael Neumayer, Andreas Wank und Stephan Hocke nur fünf Athleten. Maximilian Mechler wird eine Wettkampfpause einlegen und auf die Reise nach Japan verzichten. "Maximilian ist für uns ein wertvoller Springer und wird deshalb im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte ein Regenerationsprogramm absolvieren, um nicht zuletzt bei der Skiflug-WM frisch und fit an den Start gehen zu können", erläutert Schuster.
Schuster: "An Leistungen von Zakopane anknüpfen"
Mit dem vergangenen Wochenende im polnischen Zakopane zeigt sich Schuster zufrieden und erwartet auch in Sapporo gute Leistungen seiner Schützlinge. "Mit den Weltcups in Zakopane sind wir positiv in die zweite Saisonhälfte gestartet. Wie erhofft, ist uns in Polen die Rückkehr in die Top-Fünf der weltbesten Skispringer gelungen", analysiert der Bundestrainer. "Bei den kommenden Entscheidungen im japanischen Sapporo wollen wir an diese Leistungen anknüpfen und wieder die Podestplätze ins Visier nehmen. Neben den positiven Vorleistungen stimmen uns auch die Erfolge aus dem vergangenen Jahr zuversichtlich. Schließlich konnte Severin Freund in Sapporo den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere feiern."
Freund kehrt auf Premierensieg-Schanze zurück
Dementsprechend freut sich Freund auf die Reise in den fernen Osten. "Japan ist ein spannendes Land und ich genieße die Aufenthalte dort sehr", so der 23-Jährige. "Seit dem letzten Winter macht es mir noch einen Tick mehr Spaß, denn auf der Schanze in Sapporo konnte ich den ersten Weltcup-Sieg meiner Karriere feiern."
Die Schanze verfüge über eine ganz eigene Charakteristik, so Freund. "Sie ist relativ harmonisch und trotz der flachen Flugkurve kann man - vorausgesetzt man trifft den Absprung – schön vom Hang wegfliegen. Da sich die Anlage beinahe auf Meereshöhe befindet und die Luft entsprechend "dick" ist, spürt man dabei einen ordentlichen Druck auf Ski und Körper." Es sei demnach ein recht intensives Sprungerlebnis und er hoffe, dass er das mit technisch guten Sprüngen voll auskosten könne.
Freitag: "Fühle mich fit"
Teamkollege Richard Freitag möchte nach dem erfolgreichen Wochenende von Zakopane den Schwung nach Japan mitnehmen. "Ich springe zum zweiten Mal in Sapporo und freue mich auf dieses ganz besondere Erlebnis im Weltcup", so Freitag. "Ich fühle mich fit und der Rhythmus stimmt derzeit auch sehr gut. Ich bin zuversichtlich und möchte wieder technisch saubere Sprünge zeigen."
Neben Severin Freund und Richard Freitag fühlen sich auch Michael Neumayer, Andreas Wank und Stephan Hocke auf den japanischen Schanzen traditionell sehr wohl, so Schuster. (akl)