Continentalcup: Das zweite Springen in Bischofshofen entschied der Slowene Anze Lanisek mit Weiten von 140,5 und 128,5 Metern (259,7 P.) für sich. Dahinter platzierten sich die beiden Polen Aleksander Zniszczol (132,5 und 129,5 m; 248,6 P.) und Klemens Muranka (132 und 129,5 m; 248,2 P.). Robert Hrgota, Zweiter des Vortages, schied überraschend nach dem ersten Durchgang aus.
Dass Österreich nicht nur ganz vorne im Weltcup mitspringt, sondern auch starke Nachwuchsspringer hat, zeigte an diesem Wochenende auch die nationale Gruppe. Allen voran Elias Tollinger, der mit 131 Metern gleich zu Beginn eine gute Leistung zeigte und lange Zeit in Führung blieb. Auch seine Teamkameraden Markus Eggenhofer und Clemens Aigner konnten sich mit 128,5 Metern und 127,5 Metern locker für den zweiten Durchgang qualifizieren.
Norwegen setzt sich an die Spitze
Die beiden norwegischen Springer Mats S. Berggaard und Simen Grimsrud verdrängten die österreichischen Springer jedoch von der Spitze. Ersterem gelang ein Sprung über die Hillsize. Mit 142 Metern kam der Norweger nahe an den offiziellen Schanzenrekord von Daiki Ito heran, der im Jahr 2005 143 Metern stehen konnte. Berggaard lag damit nach dem ersten Durchgang in Führung. Sein Landsmann Grimsrud reihte sich mit 135,5 Meter auf Rang drei ein.
Zwei Springer hatten im ersten Durchgang besonders Pech. Der Slowene Mitja Meznar, der als Drittletzter von der Schanze ging, verpasste als 32. knapp den Einzug ins Finale. Sein Landsmann erwischte es noch bitterer: mit 123,5 Metern ist Hrgota nicht nur bereits nach dem ersten Durchgang ausgeschieden, sondern er hat auch keine Chance mehr, sein tolles Ergebnis von gestern zu wiederholen.
Zniszczol und Muranka mit Glück
Am Ende wurde das Ergebnis aus dem ersten Durchgang nochmals gehörig durcheinander gewürfelt. Einzig der Slowene Anze Lanisek, der bereits nach dem ersten Sprung auf Rang zwei lag, konnte sich unter den Top drei halten und gewann mit über zehn Punkten Vorsprung. Berggaard und Grimsrud zeigten im zweiten Durchgang jedoch Nerven. Grimsrud landete bei 121,5 Metern und wurde am Ende Neunter. Sein Mannschaftskollege musste gar bei 114 Metern zur Landung ansetzen und platzierte sich auf Rang elf. Glück für Polen: Zniszczol und Muranka schoben sich von den Plätzen acht und neun noch auf das Podest.
Deutsche mit guten Platzierungen
Von den acht gestarteten Deutschen schafften fünf den Einzug ins Finale. Besonders stark präsentierten sich hierbei Markus Eisenbichler und Jan Mayländer, die nach dem ersten Sprung auf den Rängen zehn und elf lagen. Im zweiten Durchgang lief es dann nicht mehr ganz so gut. Mayländer sprang 123,5 Meter, Eisenbichler einen halben Meter kürzer. Da die Weiten im Finale jedoch insgesamt etwas kürzer waren, reichte es für die beiden Deutschen für die Plätze zwölf und 13. Felix Schoft (19.) und Stephan Leyhe (20.) konnten ebenfalls nicht ganz an ihre Leistung aus dem ersten Durchgang anknüpfen. David Winkler machte dafür noch ein paar Ränge gut und wurde am Ende 22. Danny Queck musste als 38. im Finale zuschauen. Auch seine beiden Landsmänner Pascal Bodmer (35.) und Daniel Wenig (62.) qualifizierten sich erneut nicht für den zweiten Durchgang. Nicht dabei in Bischofshofen waren die Top drei des Continentalcups, Andreas Stjernen, Michael Hayböck und Kenneth Gangnes.
Das nächste Continentalcupspringen findet am nächsten Wochenende in Brotterode statt. (aat)