Weltcup: Das erste von zwei Weltcupspringen konnte Daniela Iraschko bei ihrem Heimspringen im österreichischen Hinzenbach für sich entscheiden. Auf der Normalschanze verwies sie mit einer Superweite von 96 Metern und 123,3 Punkten die US-Amerikanerin Sarah Hendrickson (91,5 m; 122,6 P.) auf den zweiten Platz. Dritte wurde die Slowenin Katja Pozun (90,5 m; 114,4 P.).
Zu starker Wind verbläst das Finale
Während der Probedurchgang wegen zu starken Aufwindes abgesagt werden musste, war auch der Wettkampf immer wieder von langen Windpausen aufgrund der starken Brise von vorn beeinflusst und wurde bei den besten zehn Springerinnen des Finales zu einem regelrechten Geduldsspiel. Nachdem der Wind vor den drei Führenden zu stark wurde und bereits über zehn Minuten gewartet worden war, hatte die Jury Einsehen und cancellte das Finale. Somit konnte Iraschko die Weltcupführende Hendrickson - wie sie es schon in Zakopane angekündigt hatte - auf ihrer Heimschanze mit nur 0,7 Punkten Vorsprung schlagen.
Ulrike Gräßler Vierte – DSV-Damen mannschaftlich sehr stark
Zu einem Erfolg wurde der heutige Wettkampf für die deutsche Mannschaft, die somit den Aufwärtstrend von Val di Fiemme fortsetzen konnte. Alle sechs Athletinnen kamen in die Punkte. Vier erreichten dabei die Top 15 und bewiesen, dass sich die intensive Vorbereitung beim Trainingslehrgang in Oberstdorf gelohnt hat.
Am stärksten präsentierte sich dabei wieder einmal Ulrike Gräßler, die mit 88,5 Metern Vierte wurde und mit einem Top-Sprung im zweiten, schließlich abgesagten Durchgang auch noch Chancen auf das Podest gehabt hätte. Carina Vogt wurde Sechste, Svenja Würth Neunte und Melanie Faißt Elfte.
Katharina Althaus, die bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck zwei Medaillen gewonnen hatte, und Anna Häfele komplettierten mit den Rängen 26 und 27 das Ergebnis. Beide hätten sich durch ihre starken Sprünge im zweiten Durchgang auch noch um einige Platzierungen verbessert.
USA und Slowenien stark
Nachdem beim Continentalcup vor zwei Wochen in Zakopane noch zahlreiche Top-Athletinnen – darunter auch die deutschen Damen - gefehlt hatten, war nun wieder ein größeres Starterfeld vertreten und bot den zahlreichen Zuschauern vor Ort und an den Fernsehgeräten Sprünge auf hohem Niveau. Die routinierte Anette Sagen aus Norwegen wurde Fünfte. Auch die Sloweninnen präsentierten sich neben der Drittplatzierten Pozun mit insgesamt drei Athletinnen unter den Top Ten stark. Auch die US-Damen bewiesen einmal mehr ihre Dominanz in dieser Saison.
Zweiter Weltcup in Hinzenbach schon morgen
Bereits am morgigen Sonntag findet im Rahmen des Damen-Weltcups ein weiterer Wettbewerb von der Normalschanze in Hinzenbach statt. Zu hoffen ist, dass dann zwei reguläre Durchgänge durchgeführt werden können. Die Probe beginnt um 12.15 Uhr, der eigentliche Wettbewerb um 13.15 Uhr. Eine Qualifikation entfällt wie schon für das heutige Springen, da nur 49 Starterinnen gemeldet sind – auch wenn morgen mit Sonja Schoitsch eine Athletin mehr antreten wird. Die Österreicherin feiert dann ihren 15. Geburtstag und erreicht somit das Mindestalter, um im Weltcup starten zu dürfen. (abr)
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