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Skispringen Kornspitz



Gregor Schlierenzauer siegt in Predazzo vor Severin Freund

Weltcup: Gregor Schlierenzauer konnte am Samstag bei eisigen Temperaturen den Wettbewerb von der Großschanze im italienischen Predazzo für sich entscheiden. Er sprang auf Weiten von 134 und 134,5 Metern und erhielt hierfür 249,8 Punkte. Für den 22-jährigen Tiroler war dies der 40. Weltcupsieg. Auf dem zweiten Platz folgt der Deutsche Severin Freund (131 und 130,5 m; 234,7 P.), dahinter liegt auf Position drei der Österreicher Thomas Morgenstern (123,5 und 130 m; 227,5 P.).

Aufwind bereitet Sorgen

Gleich zu Beginn des Wettkampfes blickten die Verantwortlichen vor Ort sorgenvoll auf die Windmesser: Bei ordentlichem Aufwind war man gezwungen, den ersten Durchgang von der tiefsten Anlaufluke zu starten, die auf der Anlage im Fleimstal möglich ist. Der Aufwind hielt sich jedoch letztlich soweit zurück, dass ein ungefährliches Springen ausgetragen werden konnte.

Schlierenzauer führt starke Österreicher an

Gregor Schlierenzauer bewies bereits bei den gestrigen Sprüngen, dass er heute der klare Favorit auf den Sieg sein würde. Dieser Rolle konnte er klar gerecht werden, wenn auch der Wind gerade zum Ende des ersten Durchgangs einigen Top-Springern in die Suppe gespuckt hatte. So erwischte es unter anderen Kamil Stoch, Daiki Ito, Thomas Morgenstern und auch Podest-Kandidat Richard Freitag, die sich plötzlich im Mittelfeld wiederfanden. Robert Kranjec schied gar mit einem 34. Rang aus.

Mit sieben Springern im Finale konnten die Österreicher heute einmal mehr ihre geballte Mannschaftsstärke präsentieren. Besonders Thomas Morgenstern überraschte heute und konnte sich mit einem starken zweiten Sprung vom 14. noch auf den dritten Rang vorschieben. Für Anders Bardal lief heute nicht alles optimal, der Norweger sprang nach einem schwächeren ersten Satz jedoch doch noch auf den vierten Platz vor. Hinter ihm folgt - fast unbemerkt - Simon Ammann, der sich stetig an die Weltspitze herantastet. Der Führende im Gesamtweltcup, Andreas Kofler, muss sich heute mit dem sechsten Platz zufrieden geben.

Richard Freitag im Pech - Severin Freund brilliert

Im Windschatten von Richard Freitag konnte sich heute Severin Freund wieder mit zwei starken Sprüngen an der Weltspitze zurückmelden. Er lag zur Pause bereits hinter Schlierenzauer auf Rang zwei, konnte diesen Platz im Finale verteidigen und so erneut einen Podestplatz für den Deutschen Skiverband einfahren. Richard Freitag, der im ersten Versuch Pech mit dem Wind hatte, konnte am Ende noch zehn Plätze gutmachen und sich den neunten Rang sichern. 

Für das finnische Team entwickelte sich der Wettbewerb trotz der guten Qualifikationsleistungen von gestern wieder zu einem Desaster: Mit Janne Happonen, Matti Hautamäki und Jarkko Määtä schieden gleich drei Springer nach dem ersten Durchgang aus. Einzig Anssi Koivuranta schaffte den Finaleinzug, landete jedoch letztlich auch nur auf Rang 30.

DSV mit starker Mannschaftsleistung

Neben Severin Freund und Richard Freitag zeigte sich auch einmal mehr Andreas Wank in guter Verfassung. Er schaffte erneut zwei konstante und gute Sprünge und erreichte so einen verdienten zehnten Platz. Auch Maximilian Mechler kann mit dem 16. Platz alles andere als unzufrieden sein. Für Michael Neumayer lief es heute noch nicht optimal, er schaffte als 30. gerade noch den Finaleinzug und positionierte sich am Ende auf einem 24. Rang. Mit dem heutigen Ergebnis konnte sich das deutsche Team in der Nationenwertung an den Norwegern vorbeischieben und liegt nun mit vier Punkten Vorsprung auf dem zweiten Rang.

Morgen wird es ein weiteres Springen in Val die Fiemme geben. Für 14:30 Uhr ist die Qualifikation angesetzt, um 16 Uhr wird dann der erste Wertungsdurchgang gestartet. (ssa)



veröffentlicht: 04.02.2012

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Übersicht der bisher geschriebenen Kommentare:

Seiten (5): [1] 2 3 4 5 »

ES | 05.02.2012 | 15:17:48

Danke :-)


Marcel | 05.02.2012 | 13:31:43

Die O - Beine machen nicht so viel aus, wie ihr jetzt denkt...

Wahrscheinlich habe ich das falsch formuliert...

Bei der alten Bindung war es ein größerer Vorteil, jetzt bei der neuen Bindung vermischt sich das allmählich ...

Aber Schlierenzauer ist ein Sonderfall, weil er so verdammt gut flieren (mit der Luft spielen kann)...

Deshalb ist er der einzige, der im moment den Ski so flach führen kann...

Kamil Stoch hat ebenfalls eine sehr flache Skiführung, aber bei ihm funktioniert die Technik oft nicht ganz...
Ich weiß nicht genau, was Stoch für eine Technik springt, aber sie ist mit Sicherheit ziemlich ähnlich wie die von Schlierenzauer...

Ja klar must du die Bindung nach deinen Stärken auswählen, bzw einstellen...

Beim Nachwuchs ist eben immer das Problem da, das sie noch wachsen...
Dadurch verändert sich auch die verschiedenen Körperteile enorm (man hatt es bei Schlierenzauer gesehen, letztes Jahr am Beginn der Saison, seine Beine sind lönger geworden, desshalb konnte er nicht mehr seine alte Anfahrtsposistion verwenden)
.

Natürlich kommt es immer wieder zum Materialwechsel...
Aber das braucht Jahre bis man die halbwegs perfekte Abstimmung gefunden hat...


ES | 05.02.2012 | 13:07:39

Finde das krass, dass die O-Beine so viel ausmachen - sind die schlicht generell das "Optimum", oder gibt es quasi für jede Statur dann eine ideale technische Umsetzung, die auch von der Binduung her völlig unterschiedlich sein könnte?
So etwas könnte ich mir im Bereich der Profis vorstellen - für die Umstellung vom Nachwuchs zu den Profis dürfte es das aber noch schwerer machen, oder?


Marcel | 05.02.2012 | 12:56:59

@ timo

Ich sage nur: Schau dir den Vorsprung von ihm an, der er gegenüber dem 2. hatte ...

Das ist schon eine andere Welt! :) = Normaler Smile

@ viv

Ja ich meinte eigentlich, dass er sie noch soweit ausreifen muss, das er sie konstant anwenden kann...

Gestern war es schon fast perfekt. Aber beim Skispringen gibt es keinen Perfekten Sprung. Man arbeitet immer weiter darauf hin...

Wenn er seine Position in der Anfahrt schafft zu ändern und dann auch mal schneller eird, dann kann es auch noch weiter gehn...

Aber dazu braucht er Zeit es hat keinen Sinn das jetzt mitten in der Saison zu machen, er braucht diese Posotion um symetrisch abzuspringen ...


Hüttenwirt | 05.02.2012 | 12:34:56

timo: interessante prognose für die zukunft, bzw. beängstigend für die konkurrenz:-)


Auch andere arbeitetn ständig hart an ihrer Weiterentwicklung,... gut gestern hat Gregor schon mit grossem souveränen Vorsprung gewonnen, und jeder Springer schaut wohl immer wie viele Meter und Punkte er hinten liegt.

Ich denke, wenn Gregor in der Anfahrtsgeschwindigkeit in Zukunft noch was machen kann, gerade mit der Gateregel trifft ihm eine Verkürzung wärend des Durchganges - denke ich - härter als andere, die immer ne höhere Geschwindigkeit erreichen als er, würde es für die Zukunft noch besser aussehen (die eh schon super gut aussieht).


viv | 05.02.2012 | 12:21:06

@Marcel: Interessant, dass Du Schlierenzauers technik noch gar nicht für ausgereift hältst - für mich hat das gestern besonders im zweiten sprung schon ziemlich perfekt ausgesehen. Da müssen sich die anderen wirklich warm anziehen. Aber wer weiss - vielleicht steht schon irgendwo ein sechzehnjähriger nachwuchsspringer mit O-beinen in den kulissen und schaut genau hin, wie es schlierenzauer macht... ;) = Zwinker

Noch mal kurz zu Ito - der hatte in Sapporo schon in allen vier wettkampfsprüngen aufwind (hab extra noch mal in den ergebnislisten nachgeschaut). So wie ich es sehe ist er schon eher ein aufwindspringer, was ihm in Sapporo, zusätzlich zum Heimschanzenvorteil schon geholfen hat. Bei Rückenwindbedingungen ist er zwar auch nicht schlecht, aber da würde ich ihn nicht zu den Sieganwärtern zählen, weil es da andere gibt, die in der ersten Flugphase dann besser durchkommen.


timo | 05.02.2012 | 12:01:59

@Marcel:

"Nur leider ist es verdammt schwer diese Technik zu beherschen, gestern hat er es genial getroffen, aber er arbeitet bereits ca. 1 einhalb Jahren an der Technik, in 1-2 Jahren wird er sie drauf haben, und dann, dann müssen sich die anderen was überlegen..."

interessante prognose für die zukunft, bzw. beängstigend für die konkurrenz:-) kommen diese infos aus so ner art flurfunk unter euch springern?


Marcel | 05.02.2012 | 11:24:58

@ ES

Auch Insiderwissen hilft nicht bei der Vorhersage der Ergbnisse, vollkommen richtig...

Ich kann nur vermuten wer gewinnt, wissen kann das sowiso niemand...

@ Timo

Der Hauptvorteil der neuen Bindung ist, dass man den Ski viel flacher führen kann...
Aber dadurch, dass Schlierenzauer so "brutale" O - Beine hat, sind seine Knie ja schon in gewisser Hinsicht nach außen gedreht...
Dadurch verschafft ihm die neue Bindung nicht unbedingt den Vorteil, der die anderen dadurch bekommen...

Deshalb springt er eine Bindung, die eine Mischung zwischen der Stabbindung und der alten Bindung ist, man kann es auch sehen er hat immer noch einen Sicherheitsriehmen dran, dadurch kann er aber wiederum einen schöneren Telemark machen...

ok. Mit den O - Beinen...
Die Knie sind schon leicht gedreht, dadurch kann er mit der Stabbindung die Ski noch flacher führen, eigentlich führt er dadurch eine perfekte Stellung der Ski, so macht er wahnsinnig schnell und verdammt viel Geschwindigkeit und gewinnt viel höhe damit...

Nur leider ist es verdammt schwer diese Technik zu beherschen, gestern hat er es genial getroffen, aber er arbeitet bereits ca. 1 einhalb Jahren an der Technik, in 1-2 Jahren wird er sie drauf haben, und dann, dann müssen sich die anderen was überlegen...

Tut mir leid wenn ich mich wiederhole aber dadurch, dass ich nicht den ganzen Text sehe vergesse ich des öfteren, was ich schon geschrieben habe... :) = Normaler Smile)


timo | 05.02.2012 | 11:03:30

@Marcel: Danke für die Analyse, cool dass du selbst springst!

Das mit der flachen Skiführung vom gregor stimmt, hatte das bisher nicht als so überragend empfunden.

aber warum bringt er, wie von dir beschrieben, durch seine o-bein-stellung, die ski in eine perfekte position? seine skier sind doch immer ein wenig versetzt und nicht ganz symmetrisch.


ES | 05.02.2012 | 11:03:22

Ja, echt super Deine Erklärungen hier Marcel,

aber ob Insiderwissen auch in der Vorhrsage von Ergebnissen hilft...??? Ich bin gespant ;-)


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Weltcup 2011/2012 (M)
01
Bardal
1325 P.
02
Schlierenzauer
1267 P.
03
Kofler
1203 P.
04
Ito
1131 P.
05
Stoch
1078 P.
06
Freitag
1031 P.
07
Morgenstern
1014 P.
08
Freund
857 P.
09
Kranjec
829 P.
10
Koudelka
796 P.

Nationencup 2011/2012 (M)
01
Österreich
6935 P.
02
Norwegen
4530 P.
03
Deutschland
4353 P.
04
Slowenien
3412 P.
05
Japan
2827 P.
06
Polen
2638 P.
07
Tschechien
2178 P.
08
Russland
918 P.
09
Schweiz
753 P.
10
Finnland
611 P.

Weltcup 2011/2012 (F)
01
Hendrickson
1169 P.
02
Iraschko
779 P.
03
Takanashi
639 P.
04
Gräßler
546 P.
05
Van
482 P.
06
Sagen
454 P.
07
Pozun
422 P.
08
Faißt
409 P.
09
Jerome
395 P.
10
Mattel
328 P.

Continentalcup 2011/2012 (M)
01
Stjernen
1017 P.
02
Gangnes
899 P.
03
M. Hayböck
834 P.
04
Mandl
684 P.
05
Meznar
606 P.
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Naglic
597 P.
07
Loitzl
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08
Johansson
559 P.
09
Ingvaldsen
549 P.
10
Swensen
542 P.

Continentalcup 2011/2012 (F)
01
Iraschko
440 P.
02
Hendrickson
420 P.
03
Vtic
256 P.
04
Takanashi
220 P.
05
Rogelj
211 P.
06
Pozun
206 P.
07
Bogataj
182 P.
08
Seifriedsberger
152 P.
09
Vuik
139 P.
10
Sagen
136 P.

Sommer-Grand-Prix 2011
01
Morgenstern
620 P.
02
Stoch
505 P.
03
Hilde
443 P.
04
Schlierenzauer
400 P.
05
Zyla
298 P.
06
Takeuchi
281 P.
07
Freitag
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Kot
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Freund
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