Continentalcup: Schon wieder die Norweger: Mit Anders Fannemel (120 und 114,5 m; 269,1 P.; 1.), Simen Grimsrud (115,5 und 114 m; 265,1 P.; 2.) und Ole Marius Ingvaldsen (111 und 120 m; 263,8 P.; 3.) standen beim heutigen Continentalcupspringen in Brotterode gleich drei Springer aus dem hohen Norden auf dem Siegertreppchen. Der 20-jährige Fannemel, der bereits vor Wochenfrist bei den Weltcupspringen im japanischen Sapporo geglänzt hatte, setzte mit diesem Sieg ein weiteres Ausrufezeichen in Richtung A-Kader-Trainer Alexander Stöckl.
Beeindruckende Aufholjagd von Ole Marius Ingvaldsen
Neben dem zweiten Rang des bisher kaum in Erscheinung getretenen 19-jährigen Simen Grimsrud dürfte sich B-Kader-Trainer Haavard Lie auch über die Aufholjagd von Ole Marius Ingvaldsen gefreut haben. Denn sein Schützling vom Steinkjer Skiclubb katapultierte sich mit dem weitesten Sprung des zweiten Durchgangs von Rang 19 nach dem ersten Durchgang noch aufs Podest. Und auch der Rest des norwegischen Teams stellte abermals unter Beweis, warum A-Kader-Trainer Stöckl derzeit die Qual der Wahl bei der Nominierung seiner Weltcup-Mannschaften hat: Alle acht angetretenen Athleten schafften es in den Finaldurchgang – mit Vegard Swensen (6.) und Robert Johansson (9.) standen am Ende sogar noch zwei weitere Top-Ten-Platzierungen auf der norwegischen Habenseite.
Für die norwegische Phalanx am bedrohlichsten wurden heute die Österreicher, die mit Stefan Kraft (4.) und Michael Hayböck (5.) jeweils nur um Zehntelpunkte am Podest vorbeischrammten. Stockerl-Aussichten hatte nach dem ersten Durchgang auch der Slowene Mitja Meznar gehabt, der als Halbzeit-Zweiter zwischenzeitlich sogar auf den Sieg schielen durfte. Doch der 23-Jährige ließ im Finale Meter liegen und landete schließlich nur auf Rang 13.
Deutsche ohne Spitzenergebnis
Mit einer solchen Platzierung wären die meisten Springer aus der deutschen Mannschaft heute schon glücklich gewesen – niemand aus dem schwarz-rot-goldenen Team konnte heute ins Geschehen um den Sieg eingreifen. Von den acht angetretenen DSV-Adlern schaffte es einzig Jan Mayländer (8.) in die Top Ten, David Winkler (15.), Marinus Kraus (21.) und Danny Queck kamen immerhin in den Finaldurchgang. Queck nahm allerdings trotzdem keine Punkte für die Gesamtwertung mit, da nach dem ersten Durchgang drei Athleten punktgleich auf Rang 30 gelegen hatten und er im Finale nur den 31. und damit vorletzten Platz erreichte. Auf das nächste Springen und eine neue Chance auf Punkte hoffen müssen auch Markus Eisenbichler (34.), Stephan Leyhe (39.), Georg Späth (45.) und Tobias Bogner (50.), die allesamt das Finale der besten 30 verpassten.
Für sie gibt es bereits am morgigen Sonntag um 12:30 Uhr die Gelegenheit zur Rehabilitation: Dann steht an gleicher Stätte das zweite Continentalcup-Springen des Wochenendes auf dem Programm. (jar)