Weltcup: Die deutschen Skisprungfans haben wieder Grund zum Jubeln: Nach den enttäuschenden Ergebnissen von Sapporo meldet sich Severin Freund mit einem fantastischen zweiten Platz zurück, erzielt in Predazzo damit seinen dritten Podestplatz der Saison. "Es ist sehr schön, wenn man nach dem Sonntag von Sapporo so zurückkommen kann", freut sich Freund nach dem Wettbewerb. "Wenn man einen Lauf hat, so wie das bei mir im letzten Jahr war, dann muss man nicht nachdenken und alles kommt von alleine. Wenn es so wie heuer nicht läuft, dann ist es nicht mehr so einfach. Man muss bei den Hauptpunkten bleiben und das hat heute richtig funktioniert."
Schuster: "Nächstes oder übernächstes Jahr um Gesamtsieg mitkämpfen"
Eine positive Bilanz nach dem ersten von zwei Wettbewerben im italienischen Val di Fiemme zieht auch Bundestrainer Werner Schuster. "Das war ein toller Tag heute", so der Österreicher im ZDF, der vor allem die mentale Stärke Freunds hervorhebt. "Er kann auch Missefolge sehr sachlich betrachten. Heute war es wirklich eine Glanzleistung von ihm, er hat eine gute Leistung gebracht. Der zweite Sprung war noch besser als der erste und er ist verdient Zweiter."
Anerkennend äußert sich Schuster auch in Bezug auf Gregor Schlierenzauer, der zu keinem Zeitpunkt Zweifel an seinem 40. Weltcupsieg aufkommen ließ. "Gregor springt schon sehr gut im Moment. Er war in jedem Durchgang der weiteste und hat immer drei, vier Meter Vorsprung", so Schuster. Unterdessen hofft er, dass auch seine Schützlinge schon bald in ähnliche Sphären vorstoßen können: "Die Jungs müssen so eine Saison durchspringen und dann kann man nächstes oder übernächstes Jahr mit einer stabilen Form auch um den Gesamtsieg mitkämpfen." (mrs)