Weltcup: Die österreichische Mannschaft hat mit dem heutigen Wettbewerb in Willingen kaum Grund zur Freude. Die erfolgsverwöhnten Schützlinge von Alexander Pointner erzielten dabei das wohl schlechteste Ergebnis seit langem und sind nun in der Gesamtwertung der FIS-Team-Tour nur auf Rang vier rangiert - hinter Norwegen, Japan und Deutschland. Mit Manuel Fettner, David Zauner, Wolfgang Loitzl und Andreas Kofler gelang gleich vier Springern nicht der Sprung ins Finale. Besonders schmerzhaft ist dies sicherlich für Kofler, der somit das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup an Anders Bardal abgeben musste. Auch
Gregor Schlierenzauer blieb mit Rang 18 stark unter seinen Erwartungen.
Dennoch zieht Cheftrainer Alexander Pointner Positives aus dem Springen: "Das war heute natürlich keine so erfreuliche Situation wie wenn wir gewonnen hätten. Solche Situationen sind aber auch notwendig um weitere Schritte nach vorne setzen zu können. Wir haben sicher nicht über Nacht das Skispringen verlernt. Es gibt auch keinen Grund das Vertrauen in die Dinge, die funktionieren, über Bord zu werfen. Nun gilt es dieses Wochenende in Ruhe zu analysieren, damit wir in Klingenthal und Oberstdorf wieder gut vorbereitet am Start stehen können."
Nur Martin Koch zufrieden
Einzig Thomas Morgenstern auf Platz 13 und Martin Koch, der als Achter bester Österreicher wurde, zeigten ansprechende Leistungen. So konnte Martin Koch nach dem Wettbewerb auch eine positive Bilanz ziehen: "Meine Sprünge waren heute wieder viel besser als gestern. Mein Gefühl wird immer besser." Gerade in Hinblick auf die nahenden Skiflugweltmeisterschaften sehe er eine gute Tendenz. "Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl weiter Richtung Klingenthal", resümiert der Villacher den Weltcup in Willingen. (abr)