Continentalcup: Norwegen bleibt die dominierende Nation im Continentalcup. Auch beim zweiten Springen des Wochenendes vor heimischem Publikum in Oslo war das Team aus dem hohen Norden nicht zu schlagen, am Ende standen gleich zwei seiner Springer ganz oben auf dem Podest. Den Sieg sicherte sich – wie bereits gestern – Andreas Stjernen (93 und 94 m; 220,5 P.), gefolgt von Kenneth Gangnes (92,5 und 94,5 m; 219,5 P.) auf Rang zwei. Michael Hayböck (90,5 und 95 m; 213,5 P.) aus Österreich schaffte es nach einer beeindruckenden Aufholjagd im zweiten Durchgang ebenfalls noch aufs Podest. Knapp daran vorbei schrammte der Deutsche Danny Queck (4.), der gestern Rang drei ersprungen hatte.
Zweiter Durchgang hat es in sich
Dabei hatte es nach dem ersten Durchgang noch nach einer ganz anderen Podest-Zusammenstellung ausgesehen. Zu diesem Zeitpunkt thronte der Pole Stefan Hula auf dem Spitzenplatz, Stjernen war ihm als Zweiter dicht auf den Fersen. Platz drei teilten sich der Österreicher Manuel Poppinger und Hulas Landsmann Jan Ziobro. Michael Hayböck, der bis vor dem Springen zusammen mit Stjernen die Gesamtführung im Continentalcup innehatte, lag scheinbar aussichtslos auf dem zwölften Platz zurück.
Im Finale allerdings wendete sich das Blatt. Den ersten Teil dazu trug Hayböck bei, als er mit der Tagesbestweite von 95 Metern eine furiose Aufholjagd startete. Dass dieser Sprung sogar noch fürs Podest langte, verdankte der Österreicher aber auch seiner schwächelnden Konkurrenz – denn mit Ausnahme von Stjernen konnte keiner der vier Top-Drei-Springer aus dem ersten Durchgang seine Spitzenposition halten. Während Hula mit Rang fünf am Ende alles in allem noch zufrieden sein kann, dürften Manuel Poppinger und Jan Ziobro mit ihren Finalsprüngen mehr als hadern. Beide wurden jeweils um etwa 20 Ränge nach hinten gereicht.
Das Lachen hatten so der besagte Hayböck und Kenneth Gangnes, der Rang fünf gegen Rang zwei eintauschte. Auch die Slowenen haben Grund zur Freude, drei ihrer Springer platzierten sich am Ende unter den besten Zehn. Sieger Andreas Stjernen darf gleich doppelt jubeln – er führt nun allein die Gesamtwertung im Continentalcup an.
Deutsche wieder mit gutem Mannschaftsergebnis
Positives gibt es auch von der deutschen Mannschaft zu vermelden, die sich erneut mannschaftlich stark präsentierte. So schaffte heute neben dem viertplatzierten Queck auch Markus Eisenbichler als Achter eine Top-Ten-Platzierung. Daniel Wenig (13.) und Marinus Kraus (17.) verspielten zwar im zweiten Durchgang noch ihre einstelligen Ausgangspositionen von vor dem Finale, sammelten aber letztendlich wie ihre Teamkollegen Florian Menz (26.) und Pius Paschke (28.) ein paar Continentalcuppunkte. Lediglich zwei deutschen Athleten blieb dieser Erfolg verwehrt – Niclas Wangler scheiterte als undankbarer 31., Andreas Wellinger wurde wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert.
Morgen findet das Skisprung-Wochenende in Oslo mit einem weiteren Springen seinen Abschluss. Los geht’s um 10:30 Uhr. (jar)