Continentalcup: Er war der Mann des Wochenendes: Andreas Stjernen (269 P.) konnte auch das heutige Continentalcup-Springen in Oslo für sich entscheiden und steht somit zum dritten Mal in Folge an diesem Wochenende ganz oben auf dem Podest. Mit Sprüngen auf 105 und 105,5 Meter verwies er dabei die Slowenen Mitja Meznar (105 und 105 m; 268 P.) und Ziga Mandl (102 und 105 m; 264 P.) auf die Plätze zwei und drei.
Nach dem ersten Durchgang hatte Stjernen dabei noch auf Rang drei gelegen – hinter Manuel Poppinger und Mitja Meznar. Der Österreicher Poppinger hatte mit einem vielversprechenden Satz auf 106,5 Meter und somit der Tagesbestweite die Halbzeitführung übernommen, fiel aber im Finale durch eine verpatzte Landung noch auf Rang fünf zurück, so dass auch 103,5 Meter nicht für das Podest reichten. Dadurch konnte sich Ziga Mandl hinter seinem Landsmann Meznar noch auf Rang drei einordnen und somit ganze sechs Plätze gut machen.
Mit diesem Ergebnis kann Stjernen, der gestern den Österreicher Michael Hayböck an der Spitze des Gesamtklassements ablösen konnte, seinen Vorsprung ausbauen. Michael Hayböck wurde heute nur Zehnter, womit er sich jedoch nach einem nur durchschnittlichen ersten Sprung noch um neun Ränge verbessern konnte.
Queck und Eisenbichler zum Finale auf Rang vier – Hoffnungen nicht bestätigt
Die deutschen Hoffnungen, die im ersten Durchgang geweckt worden waren, konnten sich leider nicht erfüllen. Während Danny Queck und Markus Eisenbichler zum Finale noch punktgleich auf Rang vier lagen und sie nur ein halber Zähler vom Podest trennte, konnten die beiden DSV-Adler ihre Leistung im zweiten Durchgang nicht bestätigen. Danny Queck wurde schließlich als Siebter bester Deutscher und kann mit dem dritten und vierten Platz von den Vortagen eine positive Bilanz ziehen. Markus Eisenbichler reihte sich noch hinter Marinus Kraus, der einen erfreulichen zwölften Rang erreichte, auf Platz 13 ein.
Dennoch kann die mannschaftliche Leistung der Deutschen positiv bewertet werden. Neben den drei Athleten in den Top 15 komplettierten Daniel Wenig (18.), Andreas Wellinger (21.) und Niclas Wangler (25.) die mannschaftlich kompakte Leistung. Nur Pius Paschke (44.) und Florian Menz (53.) erreichten das Finale nicht.
Norweger wieder dominant – Finnen enttäuschen
Neben dem erneuten Sieg von Andreas Stjernen und den zwei Slowenen auf dem Podest waren es auch heute wieder die Norweger, die sich mannschaftlich dominant zeigten. Mit Ole Marius Ingvaldsen auf Rang vier, Kenneth Gangnes auf fünf und Atle Pedersen Roensen auf zehn platzierten sich außer Stjernen weitere drei Norweger in den Top Ten.
Erfreulich ist auch der achte Platz des Polen Stefan Hula, der heute erneut unter die besten Zehn springen konnte. Ebenfalls Petr Chaadaev aus Russland wird sich über seinen neunten Platz freuen können. Die finnische Mannschaft, die diesmal sogar vier Springer zu einem Continentalcup geschickt hatte, enttäuschte jedoch erneut: Kein Finne schaffte es in den zweiten Durchgang.
Nächstes Wochenende Wisla auf dem Programm
Weiter geht es im Continentalcup schon am kommenden Wochenende im polnischen Wisla. Dort stehen zwei Wettkämpfe auf dem Programm. (abr)
Foto: Tadeusz Mieczynski