Sommer-Grand-Prix: Daiki Ito konnte beim ersten von zwei Wettbewerben im japanischen Hakuba erneut beweisen, dass er sich derzeit in einer beeindrucken Form befindet und sich so aller Wahrscheinlichkeit nach die Gesamtwertung beim diesjährigen Sommer-Grand-Prix für sich entscheiden wird. Mit Weiten von 131,5 und 128,5 Metern sicherte sich den dritten Sieg in diesem Sommer. 271,6 Punkte reichten aus, um David Kubacki (128 und 131 m; 270 P.) und Kamil Stoch (127 und 131,5 m; 269,1 P.) auf die Ränge zwei und drei zu verweisen.
Bereits im ersten Wertungsdurchgang setzte sich Daiki Ito an die Spitze des Feldes. Doch mit nur wenig Rückstand lauerten dessen Teamkollege Fumihisa Yumoto sowie der Pole Kamil Stoch auf den Plätzen zwei und drei. Es bahnte sich ein polnisch-japanischer Kampf um den obersten Platz auf dem Podest an. Bitter für das japanische Team: Fumihisa Yumoto stürzte im Finaldurchgang nach einem fantastischen Sprung auf 134 Meter und rutschte wegen der Punktabzüge auf den sechsten Platz ab. Glücklichweise zog sich der Japaner dabei keine größeren Verletzungen zu. Die Jury entschied sich nach dem Sturz für eine Verkürzung der Anlauflänge, dennoch kam Daiki Ito auf starke 128,5 Meter und sicherte sich damit den Sieg am Samstag.
Hocke, Späth und Mechler nicht im Finale
Aus deutscher Sicht konnte einzig Severin Freund eine überzeugende Leistung abliefern. Im ersten Durchgang noch auf Rang sechs, legte der 22-Jährige im Finaldurchgang mit 128,5 Metern einen tollen zweiten Sprung hin und kletterte damit noch auf Rang vier. Die übrige deutsche Mannschaft, in Abwesenheit von Athleten wie Michael Uhrmann, Martin Schmitt und Michael Neumayer, enttäuschte beim ersten Wettbewerb in Japan auf ganzer Linie. Sowohl der beim DSV inzwischen kaderlose Stephan Hocke, als auch Georg Späth und Maximilian Mechler verpassten mit den Plätzen 34, 39 und 41 den Einzug in den zweiten Durchgang - vor allem in Anbetracht der zahlreich fehlenden Top-Athleten dürfte dies nicht zufriedenstellend sein.
Nicht nur Daiki Ito als Einzelspringer, sondern auch mannschaftlich stark präsentierte sich die japanische Mannschaft beim Heimspringen. Mit gleich vier Athleten unter den Top Ten zeigte sich die Mannschaft von Cheftrainer Yokokawa Tomoharu geschlossen stark. Ähnlich gut lief es für Team Polen, das ohne Adam Malysz, der sich die Reise nach Japan ersparte um sich stattdessen auf die Wintervorbereitung zu fokussieren, ist mit vier Athleten unter den besten 15 vertreten.
Aufholjagd von Harri Olli im zweiten Durchgang
Eine starke Aufholjagd legte Harri Olli hin. Der Finne, der sich vorgenommen hatte, in Hakuba um die ganz vorderen Plätze mitzuspringen, lag nach dem ersten Wertungsdurchgang auf einem eher enttäuschenden 17. Platz. Mit einem starken zweiten Sprung auf 132 Meter konnte sich Olli allerdings noch auf einen guten zehnten Platz katapultieren und bewies erneut, dass er das Potenzial hat, vorne mitzuspringen, die Konstanz aber nach wie vor fehlt.
Am morgigen Sonntag steht der zweite Wettbewerb in Hakuba und somit auch das letzte Springen vor der etwa einmonatigen Wettkampfpause auf dem Programm. (mrs)