
Sie ist erst 16 Jahre alt, gilt aber als eines der größten Nachwuchstalente Norwegens. Maren Lundy, zu dem Zeitpunkt noch 15-jährig, kam die Ehre zuteil, am vergangenen Montag die Normalschanze am Holmenkollen einzuweihen. Ihr Sprung auf 87 Metern entlockte ihr ein breites Strahlen. "Großartig! Das ist eine tolle Schanze. Ich hatte das Gefühl wirklich hoch raus zu kommen und da ist noch viel mehr zu holen", sagte sie gegenüber der norwegischen Zeitung 'Aftenposten'.
Junge Talente haben den Vortritt
Die Großschanze am Holmenkollen wurde bereits im März im Rahmen einer großen Feier eingeweiht. Dort ging Annette Sagen als Erste vom Bakken und auch diesmal setzte der norwegische Skiverband auf eine Springerin. Maren Lunby gehört zu der Gruppe der "Morgendagens helter"
(deutsch: "Die Helden von Morgen", Anm. d. Red.), die aus Skispringern und Kombinierern besteht – junge Talente, die das besondere Vertrauen des Skiverbandes genießen. Doch nicht nur sechs der jungen Talente gingen an den Start, sondern auch 16 weitere ausgewählte Springerinnen und Springer, sowie Kombinierer der norwegischen A- und B-Teams. Sie waren sich alle einig: "Eine wirklich tolle Schanze, man kommt wirklich sehr hoch raus."
Inoffizieller Schanzenrekord
Der inoffizielle Schanzenrekord liegt nun bei 107 Metern, gesprungen vom amtierenden Sommermeister Tom Hilde: "Eine tolle Schanze. Hier werden wir oft vor der WM springen." Sein Teamkollege Bjoern Einar Romoeren folgte mit 105 Metern dicht dahinter und betonte, dass er diesmal nicht bereits am Sonntag vom Bakken gegangen sei – obwohl er an den Sommermeisterschaften am Marikollen aufgrund eines privaten Termines nicht teilnehmen konnte.
Die neue Normalschanze, Midstudbakken, befindet sich nahezu an derselben Stelle der alten Nomalschanze am Holmenkollen – das letzte Springen gewann hier Vegard Opaas im März 1987, bevor diese 1992 abgerissen wurde. Fertig gestellt werden sollte die Anlage mit einem Hillsize von 106 Metern (K-Punkt: 95 Meter) im Laufe diesen Sommers – allerdings ähnelt sie bislang noch mehr einem Bauplatz. Die Continentalcup-Springen am 18. und 19. September, die zugleich als Probe-Weltmeisterschaft gelten, werden deswegen ohne Publikumsbeteiligung stattfinden müssen. Später bietet die Arena Platz für 15 000 Zuschauer. Die Anlage kann im Sommer und Winter besprungen werden, direkt unterhalb befinden sich die Wassertanks, die für die Schneeproduktion im Winter benötigt werden. (jrl)